Höchste DGNB-Zertifizierung
Das mit einem Neubau erweiterte Hilti-Werk in Ungarn wurde mit dem DGNB-Platin-Zertifikat ausgezeichnet und erreicht somit die höchste Bewertungsstufe der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Es ist das erste Industriegebäude in Ungarn mit DGNB-Zertifikat.
Lenum und EK Energiekonzepte haben den Zertifizierungsprozess von der Planung bis zur Umsetzung begleitet.
Nutzerkomfort und reduzierte Emissionen
Bereits in der Planungsphase wurden zahlreiche Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, um das Arbeitsumfeld der rund 400 Mitarbeitenden zu verbessern und eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen zu erzielen.
Nachhaltige Mobilität
Mitarbeiter-Shuttles, Firmenfahrräder und eine optimierte Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel bieten Optionen für nachhaltige Mobilität.
Heizung, Kühlung und PV
Für die Heizung und Kühlung werden Erdwärmesonden und Abwärmerückgewinnung eingesetzt. Im Sommer sorgt eine automatisch Nachtlüftung für zusätzliche Kühlung.
Die PV-Anlage mit 1300 MWh deckt den Energiebedarf des Gebäudes. Überschüssige Energie wird den Produktionsanlagen zugeführt.
Über DGNB
DGNB ist ein weltweit anerkannter Standard für Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft. Die ganzheitliche Zertifizierung berücksichtigt ökologische, soziokulturelle und wirtschaftliche Aspekte von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus.
Indien’s erste Gebäude mit DGNB-Zertifikat
Sowohl die neue Produktionsstätte (17‘500m2) als auch das Mehrzweckgebäude (2‘100m2) von Hilti in Baroda, Gujarat, wurden mit dem Gold-Zertifikat von DGNB ausgezeichnet. Die Gebäude setzen neue Standards in Indien hinsichtlich Energieeffizienz und Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Es sind zudem die ersten Gebäude in Indien mit DGNB-Zertifizierung.
Lenum und EK Energiekonzepte haben den Zertifizierungsprozess von der Planung bis zur Umsetzung begleitet.
Energieeffizienz und komfortables Innenraumklima
Beide Gebäude zeichnen sich durch eine flexible, ressourcenschonende Konstruktion aus. Besonders erwähnenswert ist das innovative und sehr effiziente Kühl- und Lüftungssystem inklusive Kühlbalken und Fussbodenkühlung. In Kombination mit einer geschlossenen, dichten Gebäudehülle kann so ein konstant behagliches Raumklima erzielt werden – auch während des Monsuns und der Sommermonate.
PV und nachhaltige Mobilität
Auf dem Dach der Produktionshalle wurde eine grosse PV-Anlage mit 1500 MWh installiert. Es gibt Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Fahrradabstellplätze. Zudem bietet Hilti Pendelbusse für alle Mitarbeitenden an.
Biodiversität und Wasseraufbereitung
Zur Förderung der Biodiversität wurden 15% des gesamten Grundstücks mit einem Miyawaki-Wald aufgeforstet.
Ein Regenwasserauffang- und -aufbereitungssystem sorgt dafür, dass das Wasser zu 100% auf dem Gelände genutzt wird.
Über DGNB
DGNB ist ein weltweit anerkannter Standard für Nachhaltigkeit in der Bauwirtschaft. Die ganzheitliche Zertifizierung berücksichtigt neben ökologischen und soziokulturellen Aspekten auch die wirtschaftliche Qualität von Gebäuden über den gesamten Lebenszyklus.
Nachhaltiger «Campus Giessen» im Zentrum von Vaduz
Im Herzen von Vaduz entsteht der «Campus Giessen», ein neues Bürogebäude der Liechtensteinischen Landesbank (LLB), die dadurch Arbeitsplätze für bis zu 260 Mitarbeitende zentralisieren kann.
Das neue Gebäude wird am Standort des bisherigen Amts für Justiz realisiert. Das Untergeschoss des Bestands (Tiefgarage) wird im Sinne der Nachhaltigkeit weitergenutzt. Dies erfordert eine möglichst leichte Überbauung. Entsprechend wird der fünfstöckige Neubau in Leichtbauweise als Holz-/Beton Hybridbau umgesetzt. Das Dach wird maximal mit PV-Modulen belegt und zusätzlich begrünt.
Das auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Bürogebäude wird nach Minergie-P-ECO sowie LEED-Gold zertifiziert.
Lenum ist für das Energiekonzept und die Bauphysik sowie die zwei Label-Zertifizierungsprozesse zuständig.
BIM-Vorzeigeprojekt und Holzbaudetails
Das Projekt ist ein Musterbeispiel für digitales Planen und Bauen. Die konsequente Anwendung von BIM (Building Information Modeling) ermöglichte eine sehr effiziente und exakte Zusammenarbeit am Bau. Dies führte zu einer sehr kurzen Bauzeit (z.B. Errichtung von 6000m2 Büroraum im Rohbau in nur 11 Wochen).
Auch die Umsetzung der Kanalführung für Klima, Lüftung und Elektro – eine Herausforderung im Holzbau – liess sich mittels digitaler Vorplanung optimal lösen: Die Holzbauelemente wurden bereits mit über 4000 exakten Aussparungen vorgefertigt.
Ein Grossteil der Holzbau-Verbindungen wurde metallfrei mittels Holzzinkenverbindung umgesetzt.
Bauphysikalische und energetische Optimierung
Das Gebäude verfügt über einen sehr guten sommerlichen Wärmeschutz: Der Glasanteil der Fassade, die Masse des Gebäudes und der aussenliegende Sonnenschutz wurden mittels Simulationen exakt aufeinander abgestimmt und optimiert.
Die Gebäudetechnik ist sehr schlank und effizient gehalten. Mit der Simulation wurden auch die Energieeinsparungen im Vergleich zu einem «Standard-Gebäude» aufgezeigt.
Höchste Nachhaltigkeitsstandards mit LEED-Gold und Minergie-P-ECO
LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) ist ein international anerkanntes Zertifizierungssystem für ökologisches Bauen mit dem Ziel, eine hohe Effizienz und eine gesunde Umgebung für Nutzer:innen zu erreichen. Der Fokus liegt u.a. auf den Bereichen Energie, Materialien, Innenraumqualität, Wasser und Verkehr.
Preisgekröntes Schulhaus
Der Neubau der Primarschule «Feld», Azmoos, ist Siegerprojekt des «Constructive Alps» Architekturpreises 2022 für nachhaltiges Bauen in den Alpen. Der eindrucksvolle Holzbau ist Minergie-A zertifiziert und überzeugte die Jury nicht nur architektonisch, sondern vor allem aufgrund ökologisch und sozial nachhaltiger Kriterien. Auf gleicher Fläche wie beim alten Schulgebäude finden nun dank ausgeklügeltem Raumkonzept statt 80 bis zu 200 Schüler Platz und profitieren von der offenen und wohnlichen Atmosphäre.
Energielabel und Photovoltaik
Das Minergie-A zertifizierte Schulhaus entspricht den Energiezielen der politischen Gemeinde Wartau, die seit 2010 Energiestadt ist: Höchste Anforderungen an Qualität und Komfort werden mit maximaler energetischer Unabhängigkeit kombiniert. Diese wird durch eine grosse Photovoltaikanlage auf den Dachschrägen aller fünf Satteldächer sichergestellt, die mit einer Leistung von 123.7 kWp und einem jährlichen Ertrag von 135‘000 kWh mehr Strom erzeugt, als für den Eigenbedarf benötigt wird.
Haustechnik und Wärmeschutz
Das Gebäude verfügt über einen hohen Dämmstandard. Durch die kompakte Gebäudeform und einen lückenlosen Dämmperimeter konnte eine nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich optimale Dämmstärke gewählt werden. Geheizt wird nachhaltig mit Fernwärme über die lokale Hackschnitzelanlage, zusätzlich wurde eine mechanische Lüftungsanlage integriert. Besondere Aufmerksamkeit galt aufgrund der Holzbauweise dem sommerlichen Überhitzungsschutz. Die mögliche Nachrüstung einer Kühlung über einen Grundwasserbrunnen mit Verteilung über Lüftung oder Bodenheizung wurde bereits mitgeplant.
Raumluftqualität und ökologische Bauweise
Die hohe Raumluftqualität im Schulhaus wird durch die kontrollierte Lufterneuerung mittels Lüftungsanlage garantiert. Zusätzlich wurde in Anlehnung an den ECO Standard ein Fokus auf gesunde, umweltschonende Bauweise gelegt. Bereits in der Planung wurden Vorgaben an den Innenausbau und Holzbau definiert, um ein gutes, möglichst emissionsfreies Innenraumklima sicherzustellen.
Schallschutz und Raumakustik
Eine gute Raumakustik und Sprachverständlichkeit sind besonders in Schulgebäuden wichtige Voraussetzungen. Das offene Raumkonzept und die Holzbauweise sind zusätzliche Herausforderungen. Mit einer Holz-Betonverbunddecke, mehrschichtig beplankten Leichtbauwänden und Mikroperforationen im Täfer gelang es, trotz offener Raumstruktur eine angenehm ruhige Lernatmosphäre zu erzielen.
Energie und Kosten sparen
Die Thermalquellen Brigerbad gehören im Kanton Wallis zu den Vorreitern in Sachen Energieeffizienz. Der ganzjährige Betrieb der Badelandschaft samt Wellnessbereich ist besonders energieintensiv – umso mehr lohnt es sich, mit einem individuellen und wirtschaftlich sinnvollen Massnahmenpaket den Energieverbrauch sowie CO₂-Emissionen zu reduzieren. So konnte das Unternehmen Kosten wesentlich senken und gleichzeitig Verantwortung für die Umwelt übernehmen.
Energieberatung
Im Rahmen der Energieberatung wurde zuerst ein Ist-Zustand der wichtigsten Energieverbraucher (v.a. Brennstoff und Strom) ermittelt. So konnten die grössten Einsparpotenziale identifiziert und gezielte Massnahmen entwickelt werden, die neben technischen Details auch eine wirtschaftliche Beurteilung enthielten (z.B. Einsparpotenzial, Payback). In den ersten sechs Jahren seit Beginn der Energieberatung konnte der Energieverbrauch bereits drastisch von rund 4,9 Mio. kWh auf rund 2,6 Mio. kWh reduziert werden.
Bypass in der Wärmepumpe
Die mit Abstand grösste Einsparung wurde durch die Installation eines Bypasses in den Kreislauf der Wärmepumpe erzielt. So geht weniger Wärme verloren und dadurch wird Energie gespart. Bereits nach drei bis vier Monaten hat sich diese Investition amortisiert: Rund 470’000 kWh Strom können allein durch diese Optimierungsmassnahme jährlich eingespart werden – das entspricht der Stromversorgung von 95 Einfamilienhäusern und einem Geldwert von 60’000 Franken. Auch der Heizölbedarf konnte so um 29 Prozent reduziert werden. Neben der beträchtlichen Reduktion der verbrauchten Energiemenge hat sich der Thermalwasserverbrauch durch den Bypass fast halbiert. Für eine weitere Verminderung des Energieverbrauchs wurden alle bestehenden Leuchtmittel mit LED-Leuchten ersetzt.
Finanzielle Anreize
Die Energieoptimierungen haben sich auch finanziell gelohnt: Neben wesentlich gesenkten Energiekosten profitiert das Bad von der jährlichen Rückerstattung der CO₂-Abgabe und des Netzzuschlages.
4-Sterne-Superior mit Umweltschwerpunkt
Das traditionsreiche 4-Sterne-Superior Hotel Saratz in der Ferienregion Engadin-St. Moritz bietet eine Kapazität von 93 Zimmern (186 Betten) und beschäftigt bis zu 100 Mitarbeitende. Dem Hotelbetrieb sind ein Restaurant und ein Wellnessbereich angeschlossen. Auf Managementebene wird ein Hauptaugenmerk auf die Themen Umwelt und Energieeffizienz gelegt. Das Hotel wurde bereits mit der Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert und von der Hotelleriesuisse als «Green living Hotel» ausgezeichnet.
Energieeffizienz steigern
Durch die EnAW-Energieberatung konnte das Hotel den Energieverbrauch weiter senken und mit der Umsetzung wirtschaftlicher Massnahmen Geld sparen.
Zwei Erdwärmepumpen
Besonders hervorzuheben ist die Inbetriebnahme von zwei Erdwärmepumpen (Tiefenbohrung von rund 1’350m), die einen Grossteil der benötigten Heizenergie abdecken. Das Projekt gilt schweizweit als einzigartig. Die Wärmeverteilung erfolgt über Radiatoren, Fussbodenheizung und die Lüftung. Auch das Freibad wird in den Sommermonaten über die Erdwärmepumpe erwärmt.
LED-Beleuchtung
Ein weiterer Schwerpunkt wurde auf den Ersatz von Glühlampen und Halogenspots durch LED-Leuchten (in Hotelzimmern, im Restaurant, bei der Notbeleuchtung etc.) gelegt.
Schulung Küchenpersonal
Eine besonders wichtige Massnahme zielt auf die Sensibilisierung von Mitarbeitenden in der Hotelküche ab – denn der Küchenbetrieb geht mit einem sehr hohen Energieverbrauch einher. In einer Schulung wurde dem Küchenpersonal aufgezeigt, wie durch sparsamen Umgang mit Energie natürliche Ressourcen geschont werden. So können gewohnte Abläufe deutlich in Sinne der Energieeffizienz und Energiekostensenkung verbessert werden. Hinweisschilder und jährlich wiederkehrende Instruktionen unterstützen den achtsamen Umgang und eine langfristige Verhaltensänderung.
Zielvorgaben übertroffen
Durch die umgesetzten Massnahmen konnte mehr Energie eingespart werden, als in den Zielvorgaben mit dem Bund/Kanton vereinbart wurde.
Begleitung komplexer Projekte
Die akkreditierten EnAW-Berater der Lenum AG haben Erfahrung in der umfassenden Beratung von rund 30 Hotelbetrieben in der Schweiz und in Liechtenstein.
Grundsätzliches
Mit der Teilnahme bei der EnAW senken Unternehmen Ihre Energiekosten und sparen durch wirtschaftliche Massnahmen Geld. Sie erfüllen mit einer 10-jährigen Zielvereinbarung unkompliziert die Anforderung von Bund und Kanton (Grossverbraucherartikel).
Ablauf
Zum Start wird während einer Begehung der energetische Ist-Zustand ermittelt. Dabei stehen Brennstoff- und Stromverbraucher im Vordergrund. Je nach Unternehmen werden auch Treibstoffe und Kältemittel aufgenommen. Im Anschluss werden auf Grundlage von möglichen Einsparpotenzialen individuelle Massnahmen zur energetischen Verbesserung entwickelt und mit Absprache vom Unternehmen in einer Zielvereinbarung, als 10-jähriger Zielpfad, festgehalten. Die Massnahmen enthalten neben den technischen Details auch eine wirtschaftliche Beurteilung. So wissen die Unternehmen, welche Massnahme wieviel Energie einspart und wie hoch der Payback ist. Beim jährlichen Monitoring wird geprüft, ob und welche Massnahmen umgesetzt wurden und wieviel Energie das Unternehmen genutzt hat.
Aufgaben
Ein zentraler Punkt ist es neue Investitionen energetisch zu beurteilen und dem Unternehmen die Vorteile der energiesparenden Variante aufzuzeigen. Zudem werden für unwirtschaftliche aber energiesparende Investitionen Förderanträge erstellt. Auch gesetzliche Anforderungen für die Rückerstattung des Netzzuschlages (KEV) oder der CO2-Abgaben werden innerhalb des EnAW-Mandates in Zusammenarbeit mit dem Bund (BAFU / BFE) abgewickelt. Dazu gehört auch das Informieren neuer Vorschriften und Gesetze. Die Planung / Konzeption einer Photovoltaikanlage oder die Erstellung eines CO2-Kompensationsprojektes runden das Angebotsprofil der Energieagentur der Wirtschaft ab.
Neue Produkte
Laufend werden von der EnAW neue Produkte entwickelt und angeboten. Das neuste Produkt heisst „Roadmap zur Dekarbonisierung“ und hilft die unternehmerischen Klimaziele vom Pariser Abkommen zu erfüllen.
Höchste Nachhaltigkeitszertifizierung MINERGIE-A/ -P-ECO
Das Gebäude wurde für die LGT Bank AG als Übergangsgebäude geplant. Aufgrund der hohen Ansprüche an die Qualität der Arbeitsplätze wurde entschieden, ein auf die Anforderungen der LGT zugeschnittenes Gebäude aus Holz zu entwickeln. Die Materialisierung sollte einfach und unproblematisch sein.
Was zeichnet das Gebäude aus?
- Holzelementbauweise
- unbehandelte Holzoberflächen (innen und aussen)
- offene Leitungsführung
- Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpe Hauptgebäude, Wärmequelle ist
- Rechenzentrum
- Kälteerzeugung mittels Kältemaschine Hauptgebäude
- PV-Anlage auf dem Dach
- tiefer Energieverbrauch
- moderate Fensterfläche
- kein aussenliegender Sonnenschutz
Minergie-A und P
Voraussetzung für den tiefen Energieverbrauch ist die kompakte Gebäudeform, die gute Aussenhülle sowie die eher kleinen Fenster. Der Heizwärmebedarf wird mittels Wärmepumpe aus Abwärme des Rechenzentrums gedeckt. Mit der PV-Anlage auf dem Dach wird der Stromverbrauch in der Jahresbilanz abgedeckt.
Sommerlicher Raumkomfort
Der sommerliche Wärmeschutz ist durch die Sonnenschutzverglasung und die zusätzliche Masse in Decken und Wänden durch Splittschüttung und Gipsfaserplatten auch ohne aussenliegenden Sonnenschutz gewährleistet.
Labelzusatz ECO
Die Zertifizierung mit dem Labelzusatz ECO steht für eine sehr gute Arbeitsplatzqualität:
- optimale Tageslichtverhältnisse
- schadstoff-, keim- und strahlungsarmen Innenräume
- geringe Lärmemissionen
- gute Raumakustik
Weiter ist der Labelzusatz ECO die Qualitätskontrolle für den Einsatz ökologischer Materialien sowie einer flexiblen und nachhaltigen Bauweise. Die eingesetzten Materialien führen nur zu minimaler Belastung von Umwelt und Innenraumluft. Der eingesetzte Beton im UG besteht komplett aus Recycling-Beton, die verwendeten Holzwerkstoffe stammen nachweislich aus nachhaltiger Waldwirtschaft und auf Oberflächenbehandlungen wurde weitgehend verzichtet.
Neubau Office Mitte und Office Nord
Mit den Neubauten Office Mitte und Office Nord modernisiert die Hilti AG das Arbeitsumfeld für die Mitarbeitenden am Hauptsitz in Schaan. Die beiden Solitäre gliedern sich zusammen mit den bestehenden Verwaltungsgebäuden, den alten
Werkshallen und dem Innovationszentrum in das Campusareal ein. So wird ein spannendes und langfristig gutes Arbeitsumfeld am Standort Schaan geschaffen.
Zeitgemässes Raumkonzept
Mit dem Konzept Open Space gehen die Gebäude auf die flexible und zukunftsorientierte Arbeitsweise der Mitarbeitenden ein. Freie Flächen und zurückhaltende visuelle Grenzen fördern die Kommunika-tion und sorgen für Transparenz und kurze Wege. Das Raumkonzept bietet den Mitarbeitenden eine Balance zwischen Orten der Begegnungen und Zusammenarbeit sowie Rückzugsmöglichkeiten für fokussiertes Arbeiten.
Ausgangslage
Beim Konzept Open Space werden auf Grossraumflächen einzelne Boxen mit unterschiedlichen Nutzungszielen angeordnet. So entstehen Räume für Büros, Sitzungszimmer und Coffee Points. Diese stellen wiederum unterschiedliche Ansprüche in Bezug auf den Schallschutz.
Anforderungen
Neben dem Raumkomfort wurde auch dem Schallschutz und insbesondere an die Trennwandsysteme ein hoher Stellenwert beigemessen um einen ungestörten Bürobetrieb zu ermöglichen. Die Norm SIA 181-2006 regelt den Schallschutz zwischen verschiedenen Nutzungseinheiten. Da es hier um eine Nutzungseinheit handelt, gibt die SIA 181-2006 Empfehlungen an den Schallschutz zwischen Räumen innerhalb einer Nutzungseinheit.
Schallschutz und Bauakustik
In Abstimmung mit der Bauherrschaft, Planer*innen und ausführenden Unternehmen wurde die Stufe 1 an die Luftschallanforderung der Trennwandsysteme gestellt. Die Trennwände bestehen einerseits aus teils Glasflächen und mehrschichtigen Vollwandelementen (Aussen-und Innenplatte in MDF Esche, 2-mal Fermacell 12.5mm und isoliertem Hohlraum). Hohe Anforderung gab es auch an die Zugangstüren zu den «Boxen». Messtechnisch wurde die Schallpegeldifferenz der Trennwand unter Berücksichtigung aller Schallnebenwegen im eingebauten Zustand (Durchdringungen, Türen etc.) ermittelt. Hierfür setzt die Lenum AG auf modernstes Messequipment der Firma Norsonic Brechbühl AG.
Aufgabenstellung
Die Bauherrschaft strebte anstelle eines Ersatzbauneubaus oder eines weiteren Neubaus auf der Parzelle einen Anbau/Aufstockung des bestehenden Gebäudes an. Dies mit der Begründung, dass auch die Kinder und Enkel der Bauherrschaft noch freie Bauflächen nutzen können.
Die Lenum AG erstellte ein Gesamtkonzept zur Bestandssanierung und zu einer möglichen Aufstockung. Bei der Aufstockung war stets das Ziel, den Bestand architektonisch so gut wie möglich zu erhalten. So wurde schlussendlich eine Variante zur Ausführung bestimmt, welche das markante Dach auch nach der Aufstockung noch stark thematisiert.
Das Erdgeschoss wurde so geteilt, dass 2 Hauseingänge mit den Wohnungserschliessungen realisiert werden konnten.
Umfang der Arbeiten
Neben der Sanierung der thermischen Gebäudehülle wurde das Gebäude auch technisch auf den neuesten Stand gebracht. So wurde die gesamte Elektroinstallation ersetzt und mit einer ca. 10 kWp starken Photovoltaikanlage erweitert. Die Wohnungen werden als Eigenverbrauchsgemeinschaft betrieben.
Die gesamte Gebäudeheizung wurde von Gas auf eine effiziente Luftwärmepumpe umgestellt, welche nun auch vom eigenen Strom der Photovoltaikanlage profitiert. Durch die gute Gebäudedämmung konnte auf ein Niedertemperaturheizsystem trotz der bestehenden Heizkörper umgestellt werden.
Komplexität des Bestandes
Herausfordernd gestaltete sich die Umsetzung des gewünschten Raumprogrammes, da mit dem Abbruch des bestehenden Estrichs viel wertvolle Lagerfläche verloren ging. Die Wohnungserschliessungen konnten recht einfach umgesetzt werden, da schon beim ursprünglichen Bau auf eine spätere Teilbarkeit geachtet wurde.
Die Wohnungen mussten heizungs- und elektrotechnisch getrennt werden. Aufgrund der Eigenverbrauchsgemeinschaft mit der Photovoltaikanlage konnte dies über ein ausgeklügeltes Zählersystem realisiert werden.
Vollverglasung vs. Wärmeschutz
Der architektonische Entwurf mit 100% Fensteranteil ist aus energetischer Sicht Winter wie Sommer grundsätzlich nachteilig. Eine Reduktion der verglasten Flächen wurde empfohlen, geprüft aber verworfen.
Die Position des Gebäudes, in Fönlage des Rheintals, bedingt zudem die höchsten Anforderungen an die Windfestigkeit der Verschattung.
Sommerlicher Raumkomfort
Über dynamische Simulationen konnte in konstruktiver Zusammenarbeit mit den Architekten eine, abhängig vom Nutzerverhalten, funktionierende Lösung gefunden werden. Mit dem Zusammenspiel aus baulicher Verschattung, aussenliegenden Sonnenschutz (automatisiert/Windklasse 5), Verglasung mit geringem g-Wert, freien und passiv temperierten Speichermassen konnte der sommerliche Wärmeschutz jedoch zuverlässig nachgewiesen werden.
Behaglichkeit im Winter
Die hocheffiziente Verglasung verhindert Kaltluftabfall und gewährleistet in Kombination einer Flächenheizung mit engem Verlegeabstand ein behagliches Raumklima.
„low-tec“ Ansatz
Die technische Gebäudeausrüstung wurde auf ein Minimum begrenzt. In enger Abstimmung mit Architekt und Bauphysik konnte die Heizungs- Kälte- und Lüftungsinstallation auf ein Minimum begrenzt werden.
Eine Erdsondenanlage dient als Quelle sowohl für die Wärmepumpe im Winter und für die passive Kühlung im Sommer. Das Sondenfeld wurde über eine Simulation auf den Kühlfall dimensioniert. Die Systemtemperaturen in der Wärme- Kälteabgabe inkl. Regelung sind für beide Lastfälle optimiert, die Grädigkeiten der Wärmetauscher sind minimiert, so dass ohne Zusatzsysteme, ganzjährig behagliche Raumkonditionen gewährleistet können.
Von einer vollwertigen, mechanischen Lüftung wurde abgesehen. Es werden lediglich die gefangenen Nasszellen im Kern, bedarfsgeregelt entlüftet.
„zero-emission“
Die Photovoltaikanlage auf dem Dach deckt, in der Jahresbilanz, den Strombedarf für Heizung, Kühlung und Warmwasser.
Anforderungen
Mit dem Bau des Dienstleitungszentrums für rund 300 Mitarbeitern soll die Landesverwaltung noch effizienter und kundenfreundlicher werden. Die Amtsstellen werden an wenigen Standorten in grössere Gebäudeeinheiten zusammengefasst, mit dem Ziel, einen wirtschaftlichen Unterhalt der Immobilien zu gewährleisten um betriebliche Synergien nutzen zu können
Energiekonzept
Mit einer sehr guten thermischen Gebäudehülle, einer Grundwasser Wärmepumpe und mit dem Verzicht auf eine mechanische Kälteerzeugung ist der Gesamtenergiebedarf des Gebäudes sehr tief. Mit Hilfe einer 88kWp Photovoltaikanlage wird sogar eine «Null Energiebilanz» erreicht. Durch die hohe Transparenz des Gebäudes ist der Tageslichtanteil sehr hoch und dadurch der Energieaufwand für die künstliche Beleuchtung sehr tief.
Thermische Gebäudesimulation
Die Gebäudehülle wurde bezüglich sommerlichem und winterlichem Wärmeschutz, sowie Tageslichtnutzung mit Hilfe einer Gebäudesimulation optimiert. Dabei wurden verschiedene Einflussfaktoren wie Beschattung, Glas-Kennwerte, Speichermassen und Nutzerverhalten oder auch wirtschaftliche Aspekte wie z.B. Unterhaltskosten für einen beweglichen Sonnenschutz, berücksichtigt. Um den Raumkomfort im Neubau auch für zukünftige Generationen zu gewährleisten wurden Raumsimulationen mit verschiedenen Klimaszenarien durchgeführt. Durch die schwere Bauweise mit offenen Betondecken zusammen mit der äusseren Fixbeschattung, sowie durch die Nutzung des Grundwassers für die Bodenkühlung bleibt auch in Zukunft bei steigenden Aussentemperaturen ein hoher Raumkomfort erhalten.
Schallschutz und Raumakustik
Neben der hohen Energieeffizienz und dem Raumkomfort im Sommer wurde auch dem Schallschutz und insbesondere der Raumakustik ein hoher Stellenwert beigemessen. Durch akustische 3D-Raumsimulationen wurden Empfangsbereich, Vortragssaal und Bürozonen mit Hilfe von Hörproben verschiedener Innen-Materialisierungen optimiert.
Projektidee
Die Liechtensteinische Waldorfschule und der Verein Jugend Energy realisierten gemeinsam eine 24 kWp Photovoltaikanlage auf dem Erweiterungsbau der Waldorfschule Im Äscherle in Schaan. Der Verein Jugend Energy lanciert damit nach dem Postgebäude in Schaan und dem Neubau des Vereins für betreutes Wohnen in Triesen ihr drittes Photovoltaikprojekt.
Sonnenkooperation
Während die Waldorfschule das Dach zur Verfügung stellt, realisiert der Verein Jugend Energy die Anlage. Nach spätestens 20 Jahre geht die Anlage in den Besitz der Liechtensteinischen Waldorfschule über. Bis dahin verkauft der Verein Jugend Energy den Strom der Waldorfschule. Eine Win-win Situation für alle Beteiligten.
Projektumsetzung
Die Anlage wurde durch die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule geplant und realisiert. Dabei wurden die Schülerinnen fachlich unterstützt durch die Lenum AG in der Planung und durch die Büchel-Hoop Photovoltaik AG bei der Umsetzung.
Der Umsetzung voraus ging eine sorgfältige Planungsphase. In Workshops erhielten die Jugendlichen theoretische Inputs durch Mitglieder des Vereins Jugend Energy.
Leistung
Die 24 kWp Photovoltaik-Anlage mit 88 Modulen erzeugt jährlich rund 21‘500 kWh ökologischen Strom. Diese Strommenge entspricht dem Stromverbrauch von 5-6 Einfamilienhäusern.
Finanzierung
Die Gesamtkosten der Anlage inkl. Projektierung, Planung, Umsetzung, bauseitiger Begleitarbeiten und Medienarbeit beliefen sich auf CHF 41‘000.-, wovon ca. CHF 19‘200.- vom Land Liechtenstein und der Gemeinde Schaan gefördert wurden. Der Restbetrag wurde über weitere Sponsoren/Förderer wie der LifeKlimastiftung, RISCH Elektro Telekom Anstalt und Gemeinde Schaan, sowie aus Rücklagen des Vereins Jugend Energy gedeckt.
Stromvermarktung
Der erzeugte Strom wird in erster Instanz durch das Gebäude selbst genutzt, Überschüsse werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist und entsprechend vergütet.
Um eine bestmögliche Wirtschaftlichkeit der Anlage zu erreichen, wird ein hoher Eigenverbrauch angestrebt.
Eine Lehrwerkstatt für Energie
Die Energiestadt Gold Grabs hat 2017 einen Energie-Lehrpfad erstellt, der auf dem Gemeindegebiet Grabs Wasserkraftwerke, Photovoltaikanlagen sowie besonders energieeffiziente Gebäude und Anlagen verbindet. Um das Thema Energie «begreifbar» zu machen, wurde die Idee einer Lehrwerkstatt geboren. Wir haben ein Konzept entwickelt, das passend zum Energiepfad Grabs Modelle anbietet: Photovoltaik-Anlage und Lehrbaukästen, Solarkocher, Pelton-Turbine, Modellhäuser gedämmt/ ungedämmt, Wärmepumpe, Dampfmaschine, Fernwärmeübergabestation und Velo-Generator. Die Modelle funktionieren alle, sind einfach in der Handhabung und können für Experimente eingesetzt werden.
Alle Modelle sind in transportablen Kisten verpackt, so dass diese für Schulunterricht und Veranstaltungen in Gemeinden und Unternehmen vor Ort in der gesamten Region genutzt werden können. Wir haben ein Verleihsystem dafür aufgebaut und verständliche Betriebsanleitungen ergänzt.
Schulungen für Lehrpersonal
Für den Einsatz der Modelle im Schulunterricht machen wir Lehrerinnen und Lehrer fit. In Grabs haben wir auf Ausstellungen an Primar- und Sekundarschulen technische Grundlagen vermittelt und die Bedienung der Modelle geschult.
Verbindung mit Exkursionen
In der Region Werdenberg-Sarganserland und Liechtenstein gibt es bezüglich Energieproduktion und Energieeffizienz interessante und für Exkursionen beliebte Orte. Besuche bei unseren Projektpartnern Verein für Abfallentsorgung Buchs mit seiner Kehrichtverbrennungsanlage, Flumroc AG und Lippuner EMT AG, bei Wasserkraftanlagen und Energieversorgern können wir mit Unterrichtseinheiten ergänzen und Technologien anhand der Modelle der Energiewerkstatt anschaulich erklären.
Angebote
Wir erarbeiten Konzepte für die öffentlichkeitswirksame Präsentation von Energie- und Umweltthemen und übernehmen die Umsetzung der Projekte. Unsere technische Expertise setzen wir in der Beschaffung von notwendigen Geräten und Ausrüstungen ein und entwerfen auch selbst Modelle und Experimente. Dank langjähriger Erfahrungen in Kommunikation, Präsentation und Öffentlichkeitsarbeit können wir Gemeinden in ihrer energie- und klimapolitischen Arbeit zum Beispiel mit der Gestaltung von Informationsständen für die Bevölkerung unterstützen, Schulen mit unseren Modellen, technischen Hintergründen und Experimentideen dienen und für Unternehmen Veranstaltungen zu Energie- und Umwelt organisieren.
Neue Wohn- und Gewerbefläche
Die Überbauung „Zoschg“ Schaan auf dem Areal der ehemaligen Getränkehandlung Thöny ist Teil eines umfassenden Entwicklungskonzeptes der Kernzone Schaans. Mit diesem Entwicklungskonzept will die Gemeinde Schaan im Zentrum künftig verstärkt verschiedene Nutzungen wie Versorgung, Erholung, Kultur, Arbeits- und Wohnzwecke fördern.
2-teiliger Gebäudekomplex
Das Gebäude besteht aus zwei ineinandergreifenden Teilen entlang der Feldkircher Strasse, übergehend in die Poststrasse: zum einen den flacheren, dreigeschossigen Bereich mit Attika und zum anderen den gegen Westen markant erhöhten, sechsgeschossigen Gebäudeteil. Das insgesamt 660 m2 erhöhte Erdgeschoss, mit einer ästhetisch überdachten Arkade, wurde speziell für Verkaufs-, Geschäftslokale und einen Gastronomiebetrieb konzipiert.
Gemischte Nutzung
Aufgrund der sich stark unterscheidenden Nutzungen wie Wohnen, Büros, Ladenlokale und sogar ein Radiosender waren die Herausforderungen an die Haustechnikplanung und an den Schallschutz sehr hoch. Bezüglich Schallschutz und Energieverbrauch wurde den haustechnischen Anlagen höchste Aufmerksamkeit geschenkt. Bei ausreichender Lüftung und Raumkomfort sollte der Energieverbrauch möglichst tief liegen.
Schallschutz
Zusätzlich wurden die erhöhten Anforderungen gemäss SIA an den Schallschutz gestellt. Für den Standort gilt die Empfindlichkeitsstufe III Kernzone. Für die Fenster zum Schaaner Grosskreisel, der den Hauptverkehrsknotenpunkt in Liechtenstein darstellt, bedeutete das in der Ausführung eine anspruchsvolle Aufgabe.
Energiekonzept
Das Gebäude weist mit der Grundwassernutzung für eine direkte passive Kühlung und Nutzung der Umweltwärme mit Hilfe einer effizienten Wärmepumpe eine hohe Energieeffizienz aus. Die Anforderungen an die Raumluftqualität werden in den Büros und in Räumen ohne Aussenbezug mit einer mechanischen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung gewährleistet, was neben einer sehr guten Wärmedämmung der Gebäudehülle und der verbauten LED Beleuchtung die Gesamtenergieeffizienz des Gebäudes verbessert.
Das Gebäude erreicht mit allen Energieverbräuchen im Energieausweis ein gutes B, was vergleichbar ist mit den Anforderungen gemäss MINERGIE.
Sanierung Plus
Das Schulhaus Ebenholz entsprach nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen modernen Schulbetrieb und musste daher dringend saniert und erweitert werden. Bauliche und betriebliche Probleme, insbesondere hinsichtlich energetischer, raumplanerischer, struktureller und organisatorischer Massnahmen, mussten nachhaltig gelöst werden. Dazu kamen Veränderungen in der Bildungslandschaft auf Primarschulebene wie Tagesschulen, Tagesstrukturen und Klassenorganisation. Die Erweiterung umfasst notwendige Gruppenräume sowie einer zusätzlichen Turnhalle.
Aufgrund der energiepolitischen Ziele der Gemeinde Vaduz als Energiestadt wurde der Minergie-P Standard für die Primarschule festgelegt.
Gesamtkonzept nachhaltiges Bauen
Bei der Sanierung und Erweiterung der Primarschule Ebenholz wurde viel Wert auf ein vorbildliches Energiekonzept gelegt, das zusammen mit einem Gesamtkonzept im Bereich nachhaltiges Bauen umbesetzen wurde. Für die Wärmeerzeugung dient ein Nahwärmeverbund mit Schnitzelheizung, an die auch die Tageschule, der Kindergarten und ein gemeindeeigenes MFH angeschlossen sind.
Sommerlicher Raumkomfort
Im Schulbetrieb kommt es immer öfter zu Überhitzungsprobleme der Klassenzimmer.
Daher wurde bei der Sanierung und der Erweiterung speziell auf passive Massnahmen für den sommerlichen Wärmeschutz geachtet. Im speziellen waren dies:
- sehr guter aussenliegender Sonnenschutz
- hohe thermische Masse in den Schulzimmern
- Möglichkeit der Nachtauskühlung in den frühen Morgenstunden über die Fenster und über Nacht durch die mechanische Lüftungsanlage
Photovoltaik
Auf dem Flachdach der Primarschule wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 85 kWp installiert. Die Ost und West ausgerichteten Anlagen produzieren einen Jahresertrag von gut 75‘000 kWh. Die Eigenverbrauchsrate beträgt knapp 45 %.
Label Minergie-P
Der Standard Minergie-P bezeichnet und qualifiziert Niedrigstenergie-Bauten. Sie weisen maximale Energieeffizienz und Komfortmerkmale auf. Bei Minergie-P muss die Gebäudehülle die gesetzlichen Anforderungen bei dem Neubau um mindestens 40 %, bei der Sanierung um mindestens 10 % unterschreiten. Zusätzlich zu den Anforderungen wird bei jedem Minergie-P-Gebäude die Luftdichtheit geprüft. Dies war durch die Sanierung des Bestandes und dem neuen Anbau eine besonders grosse Herausforderung.
Energieeffizienz in der Landwirtschaft
Die Vereinigung Bäuerlicher Organisationen im Fürstentum Liechtenstein, kurz VBO, plant die Durchführung einer Energieeffizienzberatung für ihre Mitglieder. Dabei haben sich zum Start des Projektes über 20 Betriebe aus Liechtenstein angemeldet.
Energieberatung
Zur Energieberatung zählt eine Begehung des Betriebs zur Aufnahme der wichtigsten Energieverbraucher, eine Erstellung eines auf den Betrieb zugeschnittenen Massnahmenberichts und eine Besprechung mit dem Landwirt.
Unterschiede der Betriebe
Energieverbrauch: Der Unterschied zum kleinsten (20 MWh) und dem grössten (200 MWh) Verbraucher ist mit dem Faktor 10 sehr gross.
Betriebsart: Viele Bauern sind in der Milchproduktion tätig. Bei diesen Betrieben steht der Melkprozess im Vordergrund. Neben der Vakuumpumpe für das Melken benötigt vor allem die Milchkühlung viel Energie. Andere Betriebe betreiben nur Ackerbau. Energetisch ist für sie die Lagerung und die Kühlung der Ernte am wichtigsten. Des Weiteren gibt es natürlich auch Mischbetriebe sowie die Masthaltung für die Fleischproduktion.
Ist-Zustand: Unterschiede gibt es auch im Ist-Zustand der Betriebe. Generell sind alle Landwirte um einen sparsamen Umgang mit Energie bemüht. Vereinzelt gibt es Betriebe, die selbst schon sehr viele Optimierungen durchgeführt haben.
Die grössten Sparpotenziale
Die Einsparpotenziale sind nach Betriebsart unterschiedlich. Bei den Milchbetrieben ist Verwendung eines Melkroboters ab einer Anzahl von mehr als 100 Tieren interessant. Ausnahmslos ist bei allen Betrieben die Warmwasseraufbereitung ein Thema. In den allermeisten Fällen geschieht dies mittels Elektroboiler. Da für alle Betriebsarten viel Warmwasser benötigt wird, stellt dies über alle Betriebe hinweg das grösste Sparpotenzial dar.
Photovoltaik – Eigenverbrauch
Fast alle Bauern betreiben eine Photovoltaikanlage. Und alle haben einen Einspeisevertrag, welcher in den nächsten Jahren ausläuft. Danach gilt es den Eigenverbrauch zu erhöhen. Dazu sind Verbraucher wie Kälteanlagen, Elektro- oder Wärmepumpenboiler hilfreich. Elektrofahrzeuge (Stapler, Auto, Traktor) wären dazu besonders gut geeignet. Diese sind in der Anschaffung jedoch sehr kostenintensiv.
Ausgangslage
Seit 1972 befand sich das Schaaner Feuerwehrdepot im Äscherle, direkt angrenzend an den Gemeindewerkhof und das Wasserwerk. Diese Lokalitäten genügten der Feuerwehr angesichts stetig steigender Anforderungen allerdings nicht mehr.
Anforderungen an den Neubau
Der Neubau des Feuerwehrdepots am neuen Standort „Undera Forst“ in Schaan wird den aktuellen und zukünftigen Anforderungen eines umweltfreundlichen und energieeffizienten Neubaus gerecht. Im Untergeschoss ist das Sammlungsdepot der Schaaner Kulturgüter integriert. Eine Aufstockung bis max. 22 m ist statisch vorgesehen.
Mit dem Wettbewerbsbeitrag «Grisu» vom Architektenbüro Erhart + Partner AG, wurden die aktuellen Anforderungen der Feuerwehr Schaan in einem Neubau am idealsten umgesetzt.
Gesamtheitliche Betrachtung
In einer gesamthaften Betrachtung von
- Gebäudehülle
- Gebäudenutzung
- Gebäudetechnik
wurde die Umsetzung von Energielabels, Lüftungs- und Heizungssysteme untersucht, geprüft und bewertet. Ziel war es die gestellten betrieblichen Anforderungen zu erfüllen, dabei das Optimum an Wirtschaftlichkeit, Energieeffizienz und Funktion zu erreichen und so die Grundlage für die weitere Planung zu liefern.
Minergie-A
Um die ökologische Grundeinstellung der Gemeinde auch nach aussen zu kommunizieren, wurde beschlossen das Gebäude nach Minergie-A zertifizieren zu lassen. Auf Basis der ohnehin vorgesehenen Massnahmen war dies mit nur geringem Mehraufwand umsetzbar.
Die Belüftung des Gebäudes wurde mit einer reduzierten und sehr flexiblen Lüftungsanlage mit «Entweder-oder-Prinzip» umgesetzt. Zum Einsatz kommt ein Monoblock mit ca. 2’000 m³/h Luftmenge, hocheffizienter Wärmerückgewinnung und Volumenstromregler für die Zonenregelung.
Wirtschaftlich-ökologischer Vergleich
Im wirtschaftlich-ökologischen Vergleich stellte sich eine Wärmeerzeugung über Wärmepumpe als gesamthaft günstigste Variante heraus. Lösungen mit den Energiequellen Erdwärme respektive Aussenluft lagen sehr dicht zusammen. Eine gasbetriebene (Biogas 100 %) Heizungsanlage schnitt im Vergleich mit Abstand am schlechtesten ab.
Betriebsinterne KITA
Die neue Kindertagesstätte wird betriebsintern durch die Firma Ivoclar Vivadent AG genutzt. Das Gebäude umfasst 3 Gruppenräume, einen grossen Mehrzweckraum, sowie diverse Schlaf-, Sanitär-, Neben- und Technikräume. Der Standort des Neubaus ist direkt am Ivoclar Areal, gelände-intern erschlossen und durch die angrenzende Landesstrasse zugänglich.
Arealstrategie mit Abwärmenutzung
Heizungs- und stromtechnisch wird das Gebäude in die bestehende Energieinfrastruktur eingebunden. Auf dem Ivoclar Areal werden alle Gebäude über die betriebsinterne Abwärme (Prozesse, Druckluftkompressoren, etc.) versorgt. Die Spitzenlasten können über einen Gaskessel abgefangen werden. Geplant ist eine komplette Abwärmeversorgung ohne zusätzlichen Gasbedarf.
Der Neubau hängt ebenfalls an der gemeinsamen Stromzentrale. Die neue Photovoltaikanlage auf dem KITA Dach hat eine Nennleistung von ca. 28 kWp, was einem Jahresenergieertrag von in etwa 28‘000 kWh entspricht. Die Solarstromanlage hängt ebenfalls an der Energiezentrale, so wird der erzeugte Strom zu 100 % am Areal direkt verbraucht.
Energielabel und Nachhaltigkeit
Das Gebäude verfügt über eine sehr gute Gebäudehülle. In Kombination mit der kompakten Bauweise, der effizienten Wärmeerzeugung und der Photovoltaikanlage konnte eine Minergie-P Zertifizierung erreicht werden. Eine weitere Voraussetzung des Minergie-P Labels ist eine sehr dichte Gebäudehülle. Über eine Luftdichtheits-Messung wurde der Wert von 0.6 [h-1] bestätigt.
Schallschutz und Raumakustik
Für das gesamte Gebäude mussten hohe Schallschutzanforderungen umgesetzt werden, um einen ungestörten Betrieb zu ermöglichen (Schlafräume, Gruppenräume, etc.).
Weiter gab es für die unterschiedlich genutzten Räume verschiedenste Anforderungen an die Raumakustik. So ist beispielsweise in den Gruppenräumen je nach Belegung mit lauten Aktivitäten zu rechnen, die Schlafräume sind hingegen akustisch weniger kritisch. Herausfordernd gestaltete sich die Auslegung des Mehrzweckraumes im Obergeschoss, da dieser sowohl für grössere Veranstaltungen, als auch für gering besuchte Yogaseminare passen musste.
Sämtliche raumakustischen Massnahmen mussten immer mit dem architektonischen Materialisierungskonzept in Einklang gebracht werden.
Beispielhafte Sanierung in Etappen – Vom MFH zum Smart Home
Das vom Architekturbüro Franz Hasler AG 1977 erstellte Wohngebäude mit Hallenbad und grossem Umschwung in erhöhter Lage in Schaan beherbergt 3 Wohnungen und eine Wassertherapie. Die Lenum AG zeigte sich verantwortlich für die Gesamtleitung der vorbildlichen Sanierung in Etappen.
2009 Wärmetechnische Sanierung der Gebäudehülle
Für den Einsatz einer Wärmepumpe ist bei älteren Gebäude die vorgängige wärmetechnische Sanierung der Gebäudehülle eine wichtige Grundvoraussetzung. Nur so kann die Wärmeabgabe für die Raumheizung mit tiefen Vorlauftemperaturen erfolgen und damit eine hohe Effizienz der Wärmepumpenanlage erreicht werden. Die Lenum AG erarbeitete ein Sanierungskonzept und leitete die Umsetzung. Der Heizölverbrauch für die Raumheizung konnte durch diese Massnahme von 5‘800 Liter auf 2‘700 Liter je Jahr mehr als halbiert werden. Zudem erhöhte sich der Komfort durch die neuen Fenster und Türen massgeblich.
2011 bis 2017 Kernsanierung der Mietwohnungen
Nach der Sanierung der Gebäudehülle folgte Schritt für Schritt die Kernsanierung der Wohnungen. Durch die Sanierung von Bad, Küchen, Bodenbelägen und Wandflächen wurden die Wohnungen zu sehr gut vermittelbaren Mietobjekten umgestaltet.
2017 Ersatz Ölheizung
Die 18-jährige Ölheizung wurde durch eine moderne drehzahlregulierte Luft-Wasser-Wärmepumpe und einen Wärmepumpenboiler ersetzt. Durch die hohe Effizienz der Wärmepumpentechnologie konnten die Wärmeenergiekosten gegenüber der alten Ölheizung nochmals um 25% reduziert werden.
2018 Dachsanierung, Photovoltaikanlage und Eigenverbrauchsoptimierung
Die äussere Dachhaut aus Eternit (Jahr 1977 mit Asbest) wurde fachgerecht entsorgt. Für die zusätzliche Optimierung des sommerlichen Wärmeschutzes wurde das Dach mit einer Holzfaserplatte eingedeckt. Die Dacheindeckung besteht neu aus Ziegeln und einer ästhetisch schön integrierten 32kWp Photovoltaikanlage. Um den Eigenverbrauch der PV-Anlage zu optimieren wurde eine Eigenverbrauchsgemeinschaft „gegründet“. Zusätzlich sorgt eine Steuerung dafür, dass bei Sonne die thermischen Speicher (Hallenbad, Boiler und Heizungsspeicher) mit der Wärmepumpe überhitzt werden. Das Gebäude produziert mit rund 20% mehr Energie, wie es verbraucht. Zudem können die Mieter via APP ihren Energieverbrauch für Heizung und Strom einsehen und optimieren.
Projektidee
Nach dem Projekt „Postgebäude Schaan“ im Jahr 2012 welches die Lenum AG erfolgreich unterstütz hat, startet Jugend Energy wieder mit einem neuen Projekt. Mit dem Verein für Betreutes Wohnen in Liechtenstein hat der Verein einen Partner gefunden, der das Dach des Neubaus Jugendwohnheim Meierhofstrasse 33 in Triesen zur Verfügung stellt.
Verein Jugend Energy
Jugend Energy ist ein gemeinnütziger Verein und besteht aus ehrenamtlich tätigen Jugendlichen der Sekundarstufe I und erwachsenen MentorInnen. Das Ziel des Vereins ist es, möglichst viele Jugendliche in die langfristige Gewinnung erneuerbarer Energien einzubinden.
Verein für Betreutes Wohnen
Ziel des Vereins für Betreutes Wohnen ist, wohnortnahe und flexible Unterstützungsangebote für Menschen anzubieten, die sich in sozialen und psychischen Schwierigkeiten oder Notlagen befinden.
Projektdurchführung
Planung, Fundraising und Installation der neuen PV-Anlage wird von den Jugendlichen mit Begleitung selbstständig durchgeführt. Die Lenum AG projektierte die Anlage zusammen mit den Schülern, die Montage wird ebenfalls mit der Unterstützung der Schüler gemacht.
Leistung
Die Anlagenleistung beträgt 27.9 kWp, der Jahresertrag beläuft sich auf ca. 23‘700 kWh, was ca. dem Jahreshaushaltsstromverbrauch von 7 Einfamilienhäusern entspricht.
Finanzierung
Die Gesamtkosten der Anlage inkl. Projektierung, Planung, Umsetzung und bauseitiger Begleitarbeiten belaufen sich auf ca. CHF 55‘000.-, wovon ca. CHF 21‘000.- gefördert werden. Der Restbetrag wird über Sponsoringgelder und Rücklagen gedeckt.
Stromvermarktung
Der erzeugte Strom wird prioritär durch das Gebäude selbst genutzt, Überschüsse werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist und dementsprechend vergütet. Um eine bestmögliche Wirtschaftlichkeit der Anlage zu erreichen, wird ein hoher Eigenverbrauch angestrebt.
Minergie-P Standard
Auch neben der grosszügigen Solarstromanlage, erreicht das Gebäude beste Effizienzwerte, was schlussendlich zu einer Minergie-P Zertifizierung führt. Diese bestätigt die hochgedämmte Gebäudehülle, eine hervorragende Wärmeerzeugung, sowie den guten thermischen Komfort im Sommer und Winter. Die Photovoltaikanlage ist Voraussetzung um den Minergie-P Standard zu erreichen.
Ausgangslage
Mit dem Ergänzungsneubau am Münzweg in Chur erfolgte der Abschluss der Gesamterneuerung der Bündner Kantonsschule. Die neue Mediothek, die Mensa der Bündner Kantonsschule sowie die Kulturgüterschutzräume für das Amt für Kultur komplimentieren die Gesamterneuerung der Bündner Kantonsschule. Durch die Nähe zur Verbindungstreppe liegt der Neubau im Knotenpunkt der Wege von und zur Kantonsschule Halde, zum Haus Cleric und zum Biologie-Trakt sowie zu den Sportanlagen Sand.
Minergie-P-ECO
Der Neubau wurde als erster kantonaler Bau nach Minergie-P-ECO erstellt und zusammen mit dem Areal Sportanlage Sand an das Fernwärmenetz angeschlossen. Er verfügt über eine auf dem Flachdach installierte Photovoltaik-Anlage. Damit wird ein jährlicher Ertrag von gut 77 000 Kilowattstunden Strom erzielt; dies entspricht der Energie von etwa 19 Haushalten.
Gesamtkonzept nachhaltiges Bauen
Beim dem Ergänzungsneubau wurde viel Wert darauf gelegt, ein vorbildliches Energiekonzept zusammen mit einem Gesamtkonzept zum nachhaltigen Bauen umzusetzen.
Massnahmen Gesamtkonzept
- Minergie-P Standard
- Fernwärmeanschluss
- Mechanische Lüftung mit WRG
- Photovoltaik
- Standard ECO mit Vorgaben zu Tageslicht, Schallschutz, Innenraumklima, Graue Energie, Materialisierung und Prozesse
Passives Klimakonzept Kulturschutzgüterräume
Für die Archivräume gilt die Anforderung, dass sich das Innenklima im Jahresverlauf in einer festgelegten Bandbreite bewegen darf. Ziel war es mit minimalen Einsatz von Technik optimale klimatische Bedingungen für die Kulturschutzgüterräume zu gewährleisten. Die massiven, sehr gut gedämmten Betonwände dienen als Wärmespeicher womit eine grosse thermische Trägheit entsteht. Gelüftet wird dann möglichst wenig und nur dann wenn die Feuchte- und Temperaturbedingungen aussen das Innenklima nur wenig stören oder sogar verbessern können. Zusätzlich kann mit feuchteregulierenden Material und/oder den Archivschachteln durch Feuchtepufferung langfristig überschüssige Feuchte vom Sommer in den trockenen Winter übertragen werden.
Gegenüber herkömmlichen Archiven konnte der Einsatz von Technik und der Energiebedarf mit den Massnahmen deutlich gesenkt werden.
Ausgangslage
Die Gemeinde Vaduz und das Liechtensteinische Rote Kreuz (LRK) planen gemeinsam einen Neubau an der Wuhrstrasse in Vaduz. Dieser bringt die verschiedenen Nutzungen: Gemeindeverwaltung, Liechtensteinisches Rotes Kreuz und Werkbetrieb unter einem Dach zusammen.
Der geplante Standort ist für beide Parteien ideal. So hat das LRK eine kurze Anbindung an die Autobahn und die Gemeinde kann am bestehenden Werkhof Standort festhalten und so die verbleibenden Objekte weiterhin nutzen.
Energie- und Gebäudetechnik
Die Wärme- und Kälteerzeugung des Gebäudes wird durch zwei hocheffiziente Aussenluft-Wärmepumpen sichergestellt. Auf dem Flachdach ist eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 170 kWP vorgesehen. Die Wärmepumpe und PV-Anlage wird im Rahmen eines Contractings realisiert.
Bauphysik
Die raumhohe Verglasung der Verwaltungsräume stellt hohe Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Gemeinsam mit dem Architekten wurden verschiedene Lösungen geprüft und ausgearbeitet.
Durch die exponierte Lage an der Zollstrasse, das angrenzende Kieswerk und die unterschiedlichen Nutzungsarten müssen zudem besondere Anforderungen an den Schallschutz erfüllt werden.
Minergie-A
Die Gemeinde Vaduz übernimmt als Energiestadt eine Vorbildrolle, weshalb das Objekt nach dem Minergie-A Standard gebaut werden soll. Die Gesamte Konzeption von Energie- und Gebäudetechnik sowie der Gebäudehülle wurden auf den neusten Minergie-A Standard (Stand 2017) ausgerichtet.
Seit 17 Jahren steht die Lenum AG für Energieeffizienz und Umweltbewusstsein im Bauwesen. Auch die Mitarbeiter der Lenum AG bauen ihre Privathäuser in den höchsten Baustandards überhaupt. Minergie-A oder Minergie-P fürs Eigenheim, etwas anderes kam für Ulrich Feistenauer, Hans Hatt und Martin Zinsli nicht in Frage. Architektonische Feinheiten und energetische Besonderheiten sind dabei nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Die Mitarbeiter der Lenum AG in Vaduz erstellen täglich Minergie Nachweise. Sie empfehlen nicht nur nach Minergie zu bauen und zu sanieren, sondern bauten ihre Häuser selbst danach. Die Minergieexperten, Ulrich Feistenauer, Martin Zinsli und Hans Hatt erfüllten sich in den vergangenen 2 Jahren den Traum eines Eigenheims, natürlich mit Minergie A und oder –P Zertifikat.
Minergie hat viele Gesichter
Ob ein ländliches Wohnhaus mit Holzverkleidung, eine minimalistische Architektur mit Aussenkranz oder ein kubisches Wohnhaus in den Rebbergen, der architektonischen Vielfalt sind durch Minergie keine Grenzen gesetzt. Dies wird beispielsweise durch das Einfamilienhaus von Hatt in Buchs verdeutlicht. Das von hattdesign entworfene Gebäude hat es auf die Titelseite des Schweizer Energiefachbuches 2018 geschafft. Es überzeugt nicht nur durch das umweltfreundliche Wärmeerzeugungskonzept, sondern auch durch seine Ästhetik.
Photovoltaik für Wärmepumpe und Elektro-Auto
„Den selbst erzeugten Photovoltaik Strom für die Wärmepumpe, die Lüftung, Beleuchtung und Haushaltsgeräte zu nutzen, ist ein gutes Gefühl“, meint Zinsli, der in Zizers ein 2 Parteien Wohnhaus gebaut hat. Mit dem Photovoltaik Strom tankt er im Übrigen auch sein Hybridauto auf. Auch seine Mitarbeiter, Feistenauer und Hatt, haben eine Wärmepumpe mit Photovoltaik Kombination gewählt.
Einziges Minergie-A Gebäude Österreichs
„Das alle Kriterien nach Minergie-A zu erfüllen sind, war für mich von vornherein klar“, so Feistenauer. Sein Haus ist das erste und einzige Minergie-A Gebäude in Österreich. Bei der Einführung des Minergie-A Label wurden auch ausserhalb der Schweiz Gebäude gesucht, welche die Kriterien erfüllen, um das Label über die Landesgrenzen hinauszutragen. Besonders an seinem Eigenheim ist, dass Planung und Ausführung zu 80% in Eigenleistung zusammen mit Familie und Freunden umgesetzt wurden.
Ausgangslage
Die Ausgangslage war, die bestehende Anlage aus dem Jahr 1985 ohne bauliche Eingriffe sinnvoll mit Ergänzungs- bzw. Ersatzbauten zu erneuern.
Anforderung und Zielsetzung
Der Neubau wurde betrieblich und wirtschaftlich optimal in einer ortsbaulich und architektonisch überzeugenden Anlage umgesetzt. Der 2-geschossige Bau besticht durch eine logisch und einfach strukturierte, räumliche Ausbildung. Die grosszügigen Raumhöhen gewährleisten mit der gut erweiterbaren Holzkonstruktion eine nachhaltige Flexibilität gegenüber zukünftigen Veränderungen.
Photovoltaik
Auf dem Flachdach des Neubaus wird eine Photovoltaikanlage von 110 kWPeak installiert. Sie wird rund 50 bis 60 % des Strombedarfs abdecken.
Energie und Ökologie
Mit dem geplanten Dämmkonzept der Gebäudehülle wird ein Heizwärmebedarf Qh erreicht, der ca. 10 % unter den gesetzlichen Anforderungen liegt.
Um die Umwelt und Ressourcen zu schonen ist das Materialisierungskonzept auf den Werkstoff Holz ausgerichtet. Zur Schaffung eines gesunden Raumklimas wird auf optimale Tageslichtverhältnisse und einen ausreichenden Schallschutz geachtet.
Haustechnik mit LowTech
Die Technisierung des Gebäudes wurde hinsichtlich Betriebs- und Unterhaltskosten geprüft und die minimalen Komfortansprüche definiert. Daraus ergibt sich ein Gebäudetechnikkonzept mit einem niedrigen Technisierungsgrad, mit dem ein optimaler Betrieb des Gebäudes gewährleistet werden kann.
Auf eine Lüftungsanlage über das gesamte Gebäude wird verzichtet. Als alternative Lösung wurde eine Lüftung über Lüftungsflügel und Fenster gewählt, die hinsichtlich Querlüftung und Nachtauskühlung optimiert wurde. Wo technisch notwendig werden Teilbereiche (Küche etc.) mechanisch belüftet. Mit der geplanten Holzschnitzelheizung kann unter Verwendung von regionalem Holz eine angemessene Wärmeversorgung für das Gebäude gewährleistet werden.
Label
Der Neubau erfüllt die Anforderungen der 2000-Watt-Gesellschaft. Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft ist eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen und Energieträger. Die Berechnung gemäss Effizienzpfad SIA Merkblatt 2040 basiert auf einer gesamtenergetischen Betrachtung, in welcher der Ressourcenaufwand für die Erstellung und den Betrieb von Gebäuden subsummiert ist. Ebenfalls gehört auch die durch die Nutzung eines Gebäudes ausgelöste Mobilität dazu.
Wohnbaugenossenschaft
Die Wohnbaugenossenschaft Liechtenstein wurde zum Zweck gegründet, in gemeinsamer Selbsthilfe und Mitverantwortung der Mitglieder, dauerhaft den Bedarf an Wohnraum zu tragbaren finanziellen Bedingungen zu decken.
Wohnbausiedlung Birkenweg Vaduz
Mitten in Vaduz sind die ersten 23 genossenschaftlich organisierten Wohneinheiten Liechtensteins entstanden. Die Wohnidee kombiniert mit dem fortschrittlichen Energiekonzept zeichnet das Projekt als zukunftsweisend aus.
Gebäudetechnik
Je Gebäude wurde auf dem Dach eine zentrale Lüftungsanlage mit einem ganzjährig kontrollierbaren Luftwechsel erstellt.
Die Wärme wird über einen Nahwärmeverbund (Contracting LKW) bezogen. Die Wärmeerzeugung erfolgt über ein bivalentes System mit Luft- und Wasser-Wasser Wärmepumpen. Durch den Betrieb in der nahegelegenen Kaverne können durch die Nutzung der Abwärme der Aggregatkühlung und dem Pumpspeicherwasser hohe Jahresarbeitszahlen erzielt werden.
Es wurden nur Haushaltgeräte und Beleuchtung mit höchster Energieeffizienzklasse gemäss Vorgabe Minergie-A eingebaut.
Photovoltaik
Auf dem Flachdach jedes Mehrfamilienhauses wurde eine Photovoltaikanlage mit je 33.3 kWp installiert. Die 2 Anlagen produzieren einen Jahresertrag von gut 56‘000 kWh, womit etwa der Haushaltstrom von 20 der 23 Wohnungen gedeckt werden kann. Die Modulbelegung des Flachdaches wurde auf die östliche Bergkette und die Dachaufbauten optimiert, sodass eine gleichmässige Stromerzeugung über den ganzen Tag garantiert wird.
Label Minergie-A
Ein Gebäude im Minergie-A-Standard produziert die notwendige Energie für Heizung, Warmwasser und Lüftung am Gebäude selbst. Die Qualität der Gebäudehülle, die Wärmeerzeugung mittels Wärmepumpen und die Grösse der Photovoltaikanlage sind dabei direkt voneinander abhängig. Durch Abwägen zwischen Bedarfsreduktion und Gewinnerhöhung suchen Architekt und Gebäudetechnikplaner die für das einzelne Objekt beste Lösung.
In einer Gesamtbetrachtung steigt der Anteil an grauer Energie bei sinkendem Energiebedarf für den Betrieb des Gebäudes. Minergie-A gibt daher eine Limite von 50 kWh/m2a vor. Dies bedingt eine Optimierung in der Konzeption und der Materialisierung.
Ausgangslage
Mit einem Jahresverbrauch von zirka 560’000 kWh ist das Schul- und Gemeinschaftszentrum Resch der grösste Strombezüger aller gemeindeeigenen Liegenschaften.
Auf einem Grossteil der extensiv begrünten Dachflächen wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Grösse von rund 550 Quadratmetern angebracht. Bei der Anordnung der Anlage ist neben der optimalen Ausrichtung der Module auch auf die Ästhetik geachtet worden, damit die Ansicht des Schul- und Gemeinschaftszentrums nicht verändert wird.
Leistung
Die Photovoltaikanlage erbringt eine Leistung von 89.04 kWp und eine Jahresproduktion von rund 80`000 kWh. Der auf den Dachflächen produzierte Strom wird direkt in die Liegenschaft eingespeist. Somit stammt ein Siebtel der benötigten Energie im Schul- und Gemeinschaftszentrum von der eigenen Photovoltaikanlage. Neben der Produktion von elektrischer Energie kann mit dieser Anlage den Schülern die Nutzung der Sonnenenergie veranschaulicht werden.
Ausgangslage und Bedürfnisse
Die Liechtensteinische Alters- und Krankenhilfe LAK verfügt über sechs Pflegestätten mit 263 Betreuungsplätzen. Derzeit stehen im Unterland aber lediglich 56 Betreuungsplätze zur Verfügung. Um dem künftigen Bedarf an Pflegeplätzen auch im Liechtensteiner Unterland gerecht zu werden hat die LAK den Entscheid für den Bau eines Pflegeheimes mit insgesamt 60 Betten getroffen.
Anforderungen und Zielsetzung
In Mauren entsteht daher der Neubau des LAK Pflegeheimes «Haus St. Peter und Paul». Die Grundprinzipen «optimal statt maximal», «Normalität» und «Zweckmässigkeit», welche bereits die Projektdefinition geprägt haben, sollen auch beim Energie- und Haustechnikkonzept Anwendung finden. Gefordert werden zudem optimale Betriebsabläufe, praxistauchgliche, beständige und pflegeleichte Materialien, eine gute Bauökologie und Energieeffizienz bei Einhaltung der Kostenzielwerte. Bei der Gesamtenergieeffizienz soll der Minergie Standard angestrebt werden. Aufgrund dieser Anforderungen soll ein gesamtheitliches Energie- und Haustechnikkonzept erstellt werden. Das Gebäude mit den baulichen Massnahmen soll zusammen mit der Haustechnik ein schlüssiges und im Betrieb wirtschaftliches Ganzes bilden. Ausserdem sollen die Bereiche Bauphysik sowie Bauakustik und Schallschutz ins Konzept einfliessen.
Zertifizierung
Für das Gebäude wird der Minergie®-Standard angestrebt. Eine Zertifizierung nach MINERGIE® ist allerdings nicht vorgesehen. Da nur gewisse Gebäudeteile mechanisch und der restliche Teil über eine natürliche Fensterlüftung belüftet werden, kann diese Zusatzanforderungen nach Minergie® nicht komplett erfüllt werden.
Qualitätssicherung
Das Projekt wird nach Abschluss jeder Projektphase auf die Erfüllung der Anforderungen gemäss Energiekonzept und Pflichtenheft kontrolliert.
Fein auf die Nutzung abgestimmt
Das bestehende Schulhausareal beim Bahnhof Basel Badischer Bahnhof wird um vier Trakte mit total 13‘310 m2 Energiebezugsfläche erweitert. Nebst zwei neuen, verbundenen Schulhäusern mit integrierter Aula, Mensa und Bibliothek entstehen auch eine neue Dreifachturnhalle und ein freistehender Kindergarten. Wie die Gebäude werden auch die Freiflächen mit Pausenhof und Sportwiese neu gestaltet.
Die gesamte Überbauung wird im Minergie-P-Standard geplant. Die beiden Schulhäuser sind auf die modernen Lernformen mit offenen Lernateliers, lichtdurchfluteten Schulzimmern, grosszügigen Erschliessungsbereichen und separaten Räumen mit abgestimmter Einrichtung für Spezialunterricht konzipiert. Dementsprechend anspruchsvoll erweist sich die Planung der Gebäude. Eine gut gedämmte Gebäudehülle bildet die Basis zur Einhaltung der Minergie-P-Anforderungen. Auf die Raumnutzungen abgestimmte Raumakustikmassnahmen, Sonnenschutzsysteme und Wärmeabgabesysteme sollen den Raumkomfort steigern.
Fernwärme und Photovoltaik
Die vier Trakte werden für die Raum- und Warmwasserheizung mit Fernwärme versorgt. Einerseits wirkt sich diese mit ihrem hohen Wärmeanteil aus erneuerbaren Energieträgern positiv auf die gewichtete Energiekennzahl als Minergie-P-Anforderung aus. Andererseits ist Fernwärme an diesem Standort die einfachste Art der Energieversorgung, da die bestehenden Gebäude am Fernwärmenetz der Industriellen Werke Basel (IWB) angeschlossen sind. Die rund 2‘200m2 unverbaute Dachflächen werden für eine Photovoltaikanlage als Energiecontracting zur Verfügung gestellt.
Simulationen für den Sonnenschutz
Nebst den Standardprogrammen sind in der Planungsphase des Sonnenschutzes auch Einstrahlungssimulationen durchgeführt worden. Anhand der Resultate konnte die anfallende Sonnenstrahlung analysiert und nicht nur die Notwendigkeit eines Sonnenschutzes je Fensterfront, sondern auch deren Strahlungsdurchlässigkeit ermittelt werden. Der dadurch leicht erhöhte Planungsaufwand steht einer deutlichen Einsparung durch fassadengerecht optimierte oder gar eingesparte Sonnenschutzsysteme gegenüber.
Wohn- und Geschäftsüberbauung
Die Überbauung „Pulvermühle“ setzt einen urbanen, grünen Akzent in Chur. Ihre grosszügige Architektur zeichnet sich durch klare Formen, viel Holz und ihrem Minergie-Standard aus.
Auf dem Areal wurde ein mäandrierender viergeschossiger Baukörper mit Attika realisiert. Gegen Südosten öffnet sich ein grosser Innenhof. Die zwei Kopfbauten mit Gewerbenutzung bilden den Auftakt des Komplexes. Im Bereich Kreuzung Pulvermühle-Güterstrasse wird ein öffentlich nutzbarer Platz realisiert. Die Parkierung erfolgt in der zentralen Tiefgarage. Die Überbauung umfasst 148 trendige, lichtdurchflutete Wohnungen. In den Kopfbauten entstehen Büro- und Verkaufsflächen. Ebenso fand die beliebte Churer Kletterhalle einen neuen, prominenten Platz.
Kompakte Gebäudeform
Die Überbauung Areal Pulvermühle weist durch ihre Grösse und die städtische Bauweise eine sehr gute Gebäudehüllzahl Ath/AE von ca. 1.0 auf. Dies sind optimale Voraussetzungen für einen tiefen Heizwärmebedarf und das Erreichen des Minergie-Standards. Die Gebäudehüllzahl zeigt das Verhältnis von der Gebäudehüllfläche zu der Geschossfläche auf. Ist sie tief, ergibt sich bei gleicher Geschossfläche und kleiner Gebäudehüllfläche ein tieferer Heizwärmebedarf. Dies durch geringere Transmissionsverluste, als Vergleichsbauten mit einer schlechteren Gebäudehüllzahl und damit grössere Gebäudehüllfläche. Zudem wirken sich die geringeren Aussenflächen positiv auf Kosten aus.
Haustechnik
Mit der zentralen Grundwasser-Wärmepumpe kann der Heizwärme- und Warmwasserbedarf energieeffizient gedeckt werden. Der Luftaustausch in den 2 Kopfbauten mit Gewerbenutzung und Kletterhalle wird mit einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sichergestellt. Ein dezentrales mechanisches Einzelraumlüftungssystem (Typ EgoFresh) gewährleistet die systemische Lufterneuerung in den Wohnungen Das Lüftungssystem braucht keine komplizierte Lüftungskanäle und dadurch nur minimale bauliche Massnahmen. Dies führt zu tieferen Investitionskosten als konventionelle, zentrale Lüftungen. Die daraus resultierende höhere Anzahl der Einzelgeräte kann aber zu einem höheren betrieblichen Aufwand führen.
Minergie
Die Überbauung Pulvermühle wurde gemäss Quartierplanvorschriften (QPV) im Minergie-Standard erstellt und zertifiziert.
Gesamtheitliche Wärme- und Kälteversorgung
Die notwendige Sanierung der Wärmeerzeugung im Gebäude der Kantonspolizei und des Strassenverkehrsamtes, die Einrichtung eines kantonalen Rechenzenters sowie der in Planung stehende Verwaltungskomplex „Sinergia“ waren die Beweggründe für diese Studie. Der Einsatz fossiler Energieträger sollte auch in den bestehenden Hochtemperatursystemen weitestgehend substituiert werden. Als Basis für die Betrachtungen wurde der Bestand baulich und technisch analysiert und bewertet. Zudem wurden die am Standort verfügbaren Energieträger erhoben und anhand einer Bewertungsmatrix auf die Gegebenheiten aus dem Bestand sowie auf die Anforderungen des Auftraggebers abgestimmt
Abwärme Rechenzenter
Die Server des neuen kantonalen Rechenzenters produzieren das ganze Jahr Abwärme. Diese Energie soll hier als Wärmequelle für eine Wärmepumpenheizung in der Kantonspolizei bzw. im Anergienetz genutzt werden. Entsprechend der Ausbaustufe im Rechenzenter (40-120-200 kW) und Bedarf der Abnehmer sind hier Temperaturen im Bereich von 20° C zu erwarten. Somit sind selbst für hohe Systemtemperaturen bis ca. 50° C die Bedingungen für den effizienten Wärmepumpenbetrieb gegeben.
Anergienetz und Grundwasser
Da das Abwärmepotenzial des Rechenzenters für die Deckung des Gesamtwärmebedarfs der zur versorgenden Gebäude nicht ausreichend ist, muss auf weitere Energiequellen zurückgegriffen werden. Am Standort steht hier zum einen ein Anergienetz zum anderen eine eigene Grundwassernutzung zur Debatte.
Das Anergienetz der IBC stellt in der Heizperiode ein Temperaturniveau von ca. 6° C zur Verfügung und muss noch bis ins Versorgungsgebiet ausgebaut werden. Eine eigene Grundwasserversorgung liefert ein etwas höheres Temperaturniveau, bedingt allerdings relevanten Aufwand und Kosten.
Fazit
Als Ergebnis für die gesamthaft günstigste und sinnvollste Lösung ergibt sich eine Wärmepumpe mit Grundwasser als Energiequelle und Gasspitzenlastkessel. Der Bivalenzpunkt ergibt sich aus der Begrenzung der Vorlauftemperatur der Wärmepumpe auf 50° C, unter Berücksichtigung eines Abwärmeniveaus von ca. 8 -22° C, bei -1° C Aussentemperatur. Daraus ergibt sich eine Wärmepumpenleistung von ca. 280 kW mit 370 kW Spitzenlastabdeckung.
Die Ukraine auf der Suche nach Energie Effizienz
Das ukrainische ‘Resource Efficient and Cleaner Production Centre‘ (RECPC) wurde im Rahmen des UNIDO (United Nations Industrial Development Organization) Programms im Jahr 2013 gegründet. Ziel des Zentrums ist, unter anderem mit Unterstützung internationaler Experten, Energieeffizienz und ressourcenschonende Produktionsstandards in kleinen und mittelständischen Industriebetrieben in der Ukraine einzuführen und zu fördern.
Mit Hilfe von Schweizer Firmen versuchen ukrainische Firmen Energie zu sparen. Das Einsparpotenzial schätzen Experten je nach Branche und Firma bis zu 90 %. Unter der Schirmherrschaft von UNIDO führten Dirk Hengevoss von der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) und der Elektroingenieur Holger Papst von der Lenum AG zwei Mal ein einwöchiges Schulungsprogramm zum Thema ‘effizienter Stromverbrauch in Industriebetrieben‘ durch. Im Juni 2015 und erneut im Oktober 2015 wurden im Kurs elektrotechnische Theorien mit der praktischen Anwendung verbunden.
Quer durch die Ukraine fanden Schulungen statt. In den verschiedensten Betrieben unterschiedlicher Branchen und Grössen wurden den Teilnehmern Schwachstellen aufgezeigt und Verbesserungsmassahmen erarbeitet.
Themenschwerpunkte
- Grundlagen zu Energie- und zu Stromverbrauch sowie Effizienzmassnahmen in Industriebetrieben
- Umwelteinflüsse durch unterschiedliche Energiequellen und Verbräuche
- Stromintensive Prozesse in der Industrie
- Effizienzmassnahmen im Allgemeinen und speziell zu Transformatoren, Elektromotoren und dem Einsatz von Frequenzumrichter
- Ökologische und ökonomische Vorteile von effizientem Stromeinsatz
Nachhaltigkeit
Die Ukraine gilt als einstige Kornkammer Europas und die Kursteilnehmer werden nach absolvieren des Seminars im RECPC in der Hauptstadt Kiew das Erlernte praktisch, z.B. bei Begehungen in Getreidemühlen in Odessa, anwenden.
Neben dem technischen Wissenstransfer werden die Teilnehmer auf die Durchführung von Energieaudits geschult und weiter auf die Thematik Energieeffizienz sensibilisiert.
Die Lenum AG freut sich, Teil dieses wichtigen und spannenden Projekts zu sein.
Überbauung im Minergie Standard
Der Neubaukomplex in Vaduz wurde in effizienter Minergie Bauweise erstellt. Um eine höhere Ausnutzungsziffer zu ermöglicht, galt der Standard als energetische Auflage. Die Gebäudehülle ist nun deutlich besser als von Minergie Standard gefordert. Weiters wird über grosszügig dimensionierte Photovoltaikanlagen eine hervorragende Energiekennzahl erreicht
Mischbauweise
Die primäre Tragstruktur wurde in massiver Bauweise erstellt. Der vorwiegend betonierte Kern wird von einer Holzbaufassade umschlossen. Der massive Teil ermöglicht die Speicherung der solaren Gewinne und hat schalltechnische Vorteile. Die Hülle aus Holz ermöglicht wiederum eine wärmebrückenfreie thermische Konstruktion. Auch im Bereich der grauen Energie werden über diese Kombination optimale Kennwerte erreicht.
Gebäudetechnik
Der Neubau des Gebäudekomplexes verfügt über zwei Technikzentrale. Alle Räume werden über zentrale Lüftungsanlagen mit Frischluft versorgt. Auch in der Bestandssanierung wurde eine Abluftanlage nachgerüstet um bauphysikalischen Problemen vorzubeugen.
Photovoltaikanlage
Die Überbauung besteht aus einem sanierten Altbau, einer tiefen, länglichen Wohneinheit und einem hohen Gebäude. Da besonders die Sichtbezüge und Innenhöfe zwischen den Gebäuden wichtig waren, gab es auch höchste Anforderungen an die optische Qualität der Photovoltaikanlagen.
So wurden die sichtbaren Anlagen in hochwertiger, komplett schwarzer Optik und einheitlicher Ausrichtung erstellt. Nicht einsehbare Anlagen auf den hohen Gebäuden hatten keine gestalterischen Anforderungen zu erfüllen und wurden deshalb in konventionellen, kostengünstigen Elementen ausgeführt.
Ausgangslage
Das ehemalige Gasthaus Rössli wurde im Zusammenhang mit der Umnutzung zum Kulturhaus unter Denkmalschutz gestellt. Zwischen den verschiedenen Interessengruppen galt es einen Konsens zu finden. Weitere Herausforderungen ergaben sich, aufgrund der Umnutzung aus technischer und energetischer Sicht.
Auftrag
Die Lenum AG wurde damit beauftragt, die Gebäudesanierung mit einem gesamtheitlichen Energiekonzept, unter Beachtung des Denkmalschutzes zu begleiten.
Umsetzung
Durch die Beibehaltung der klaren Volumetrie und der Fassadengestaltung waren Dämmmassnahmen der Aussenwand nur in einem beschränkten Rahmen möglich. Das Dach wurde dagegen sehr gut gedämmt und die Fenster ersetzt.
Der bestehende Gewölbekeller blieb erhalten, wodurch eine thermische Trennung zwischen beheiztem und unbeheiztem Volumen nur begrenzt möglich war.
Die Heizwärme wird neu durch eine Hackschnitzelfeuerung im Nahwärmeverbund bereitgestellt. Mit der Wärmerückgewinnung der Lüftungsanlage konnte eine zusätzliche Energieersparnis erzielt werden.
Risiko im Griff
Bei einzelnen Bauteilen konnten die minimalen Anforderungen an den Wärme- und Feuchteschutz nicht ganz eingehalten werden. In Zusammenhang mit der neuen dichten Gebäudehülle ergab sich daraus ein Kondensat- und Schimmelpilzrisiko. Durch den Einbau einer Komfortlüftung, welche in den kalten Wintermonaten eine konstant tiefe Luftfeuchtigkeit gewährleistet, wurde das Schadensrisiko massiv reduziert.
Die gesetzlichen Anforderungen an die Energieeffizienz konnten durch die Auflagen des Denkmalschutzes bei den Aussenwänden nicht vollumfänglich eingehalten werden. Aufgrund des schützenswerten Charakters des Kulturhaus Rössli konnte aber vom Ausnahmeartikel hinsichtlich denkmalschützerischem Charakters des Gebäudes, Gebrauch gemacht werden.
Energiestadtziele
Die Holzheizung des Nahwärmeverbundes der Gemeinde Mauren und die Wärmerückgewinnung der Lüftung tragen dazu bei, dass trotz der mässigen Dämmung der Fassade und den bestehenden Böden zum Keller, die Energieeffizienzklasse C erreicht werden konnte. Die gesamten Massnahmen entsprechen einer Gesamtenergieeffizienz eines Neubaus – eine massive Verbesserung zur Ausgangslage.
Zustands- und Potentialanalyse als Grundlage für eine Gebäudesanierung
Bei der von der Lenum AG zusammen mit dem Amt für Bau- und Infrastruktur entwickelten Systematik zur Zustandsanalyse von bestehenden Bauten werden alle Gewerke und Themenkreise systematisch untersucht. Nebst der Zustandsbeurteilung von Bauteilen wie Gebäudehülle und technischen Anlagen, gehören dazu beispielsweise auch die Betrachtung der Nutzungsqualität, der Barrierefreiheit sowie des Energieverbrauchs. In der Zustandsanalyse wurden durch die Lenum AG in Zusammenarbeit mit dem Architekten alle Schwachpunkte erfasst und entsprechende Massnahmen zugeordnet. Es wurden drei Szenarien mit unterschiedlichen Massnahmenpaketen untersucht, von der „Sanierung ohne energetische Verbesserungen“ bis zur „Sanierung mit Minergie-Zertifizierung“. Umgesetzt wurde Szenario II: „Sanierung mit energetischen Verbesserungen“.
Gebäudesanierung nach Kriterien der Nachhaltigkeit Bei Gebäudesanierungen kann im Vergleich zum Neubau viel Material und damit graue Energie gespart werden. Dafür ist es etwas aufwändiger dem Gebäude eine wärmetechnisch gut gedämmte Gebäudehülle überzuziehen. Dies ist beim Jugendhaus vorbildlich gelungen. Aus Sicht der Nachhaltigkeit sind folgende Punkte hervorzuheben:
Im Bereich Architektur und Dauerhaftigkeit wurde die Struktur belassen und das Gebäude mit widerstandsfähigem Weisstannenholz verkleidet. Die Fenster sind in Holz-Metall und Fensterlaibungen und Simse aus witterungstechnischen Gründen in Metall ausgeführt. Es wurden ausschliesslich Materialien ausgewählt, die robust und einfach in Unterhalt und Erneuerung sind.
Im Bereich Primärenergie und CO2 Emissionen konnten dank der guten Dämmung die energetischen Anforderungen eines Neubaus im Minergie-Standard eingehalten werden. Mit dem Ersatz der Ölheizung durch den Anschluss an die Fernwärmeleitung des Hackschnitzel-Heizkraftwerks ist die Wärmeenergie nun komplett erneuerbar.
Im Bereich Baumaterialien und Umwelt wurden mehrheitlich ressourcenschonende Materialien verwendet und sorgfältig darauf geachtet, dass möglichst wenig Emissionen entstehen, die Mensch und Umwelt belasten.
Im Bereich Wohlbefinden und Gesundheit wurde bei der Auswahl der Baustoffe darauf geachtet, dass nur schadstofffreie Produkte (z.B. mineralische Putze und Anstriche) verbaut wurden.
Ausgangslage
Auf einem engen, dreieckigen Grundstück sollte das projektierte Doppeleinfamilienhaus der Familien Köb/Reuteler und Hasler im Minergie-A Standard erstellt werden. Schwierigkeit war vor allem die grundstückbedingte, totale Nordausrichtung der einen Haushälfte.
Auftrag
Die Lenum AG wurde damit beauftragt, dieses Bauvorhaben aus der Sicht des nachhaltigen Bauens zu begleiten. Die Begleitung erstreckte sich über die gesamten Projektphasen.
Folgende wesentlichen Massnahmen wurden umgesetzt:
- Wirtschaftliche und sehr effiziente Luft-Wärmepumpe
- Reduziert ausgelegte Komfortlüftung – Lüftungskonzept mit vielen Überströmungsbereichen
- Nicht sichtbare Flachdach Photovoltaikanlage, welche den Energiebedarf von Heizung, Warmwasser, Lüftung und Hilfsbetriebe deckt
- Kompakte Gebäudeform erfüllt die Anforderungen Minergie-A an die graue Energie
Optimiertes Gesamtkonzept
Der nördliche Gebäudeteil ist aufgrund der deutlich schlechteren Ausrichtung und der baulichen Abschattung der wenigen Südfenster energetisch benachteiligt, was für das Erreichen des Minergie-A Standards eine Herausforderung darstellte.
Um den Bestimmungen des Minergie-A Standards zu entsprechen, musste die Wärmepumpe, Lüftung, Photovoltaikanlage und schlussendlich auch die Gebäudehülle aufeinander abgestimmt werden.
Anforderung von Seite der Architektur war, sämtliche Komponenten der Gebäudetechnik schlicht zu gestalten. So sind von aussen lediglich die Wetterschutzgitter der Wärmepumpe als technisches Bauteil sichtbar.
Das erste Plusenergiehaus in Liechtenstein
In Vaduz befindet sich an der Holdergasse 1 das erste Plusenergiehaus Liechtensteins. Unter der Leitung der Lenum AG wurde das Gebäude mit Baujahr 1953 komplett saniert. Die Gebäudehülle wurde wärmetechnisch erneuert. Die alte Ölheizung wich einer modernen kleinen Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die gesamte Dachfläche wurde mit einer ästhetisch ansprechenden, dachintegrierten Photovoltaikanlage bestückt. Das Haus produziert heute selbst mehr Energie, als es für die Beheizung mittels Wärmepumpe und den Haushaltsstrom braucht. Der Stromüberschuss wird an das öffentliche Stromnetz abgegeben.
Projektziele
Die Energieeinsparung war erste Priorität. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die energetische Sanierung des Gebäudealtbestandes dar. Die verbleibende Energiemenge muss möglichst aus erneuerbaren Energiequellen bereitgestellt werden. Vor der Sanierung hatte das Gebäude einen berechneten Energieverbrauch von 321 kWh/m2 was der Effizienzklasse G „extrem hoher Energieverbrauch“ gem. Energieausweis und jährlich mehr als 4‘000 Litern Heizöl entspricht. Heute nach der Sanierung produziert das Gebäude mehr Energie als es selbst braucht. Als erstes Plusenergiehaus Liechtensteins entspricht es der Effizienzklasse A+.
Photovoltaikanlage
Herzstück des Energiekonzeptes, welches die Bezeichnung „Plusenergiehaus“ ermöglicht, ist eine 14.8 kWp Photovoltaikanlage. Zielsetzung bei der Projektierung war eine ästhetisch hervorragende Anlage zu erstellen, welche zur Nachahmung anregt. Die Anlage fügt sich sehr gut in die Dachlandschaft des Wohnquartiers ein. Der architektonische Charakter des Hauses bleibt in moderner Form erhalten.
Gesamtkonzept nachhaltiges Bauen
Bei der Projektentwicklung wurde viel Wert darauf gelegt, das vorbildliche Energiekonzept in ein Gesamtkonzept zum Nachhaltigen Bauen einzubetten. Dies umfasst unter anderem
- rein mineralischer Putz innen und aussen
- Verwendung mineralischer Farben für Wände und Decken innen und aussen
- Bodenbeläge aus Massivholz, Linoleum und Fliesen
- Weitgehende Verwendung wasserbasierter VOC freier Anstriche auf Holz innen und aussen
- Abschirmgewebe in der Aussenhülle zum Schutz vor HF Strahlung einer nahegelegenen Mobilfunkantenne
- Einsparung einer grossen Menge Grauer Energie durch Erhalt der Bausubstanz
Grösstes MINERGIE-P-ECO-Hochhaus der Schweiz
Der Uetlihof in Zürich, welcher 1976 erbaut wurde, ist das grösste Bürogebäude der Credit Suisse. Mit der Erweiterung auf der Südseite – dem Bau des neuen Uetlihof 2 – entstanden über 2’000 zusätzliche Arbeitsplätze. Mit insgesamt 8’000 Mitarbeitenden ist der Uetlihof das grösste Bürogebäude der Schweiz. Mit seiner Energiebezugsfläche von über 40‘000 m2 ist der Uetlihof 2 auch das grösste derartige Gebäude in MINERGIE-P-ECO.
Minimaler Heizenergiebedarf
Ausgangspunkt für den tiefen Wärmebedarf sind die kompakte Gebäudeform (Gebäudehüllzahl 0.38) und die hoch wärmegedämmte Aussenhülle. Der geringe Heizwärmebedarf wird durch eine sehr effiziente Wärmepumpe bereit gestellt, welche die Abwärme des Rechenzentrums nutzt.
Sommerlicher Raumkomfort
Im Sommer stellt sich demgegenüber die Aufgabe, die internen Lasten energieeffizient abzuführen. Die Gebäudemasse wird dazu für den Ausgleich der Temperaturschwankungen über den Tagesverlauf genutzt. Die eigens für das Projekt entwickelten Deckensegel vereinen die Funktionen Akustik, Kühlung und Lüftung. Die Gebäudemasse bleibt thermisch offen.
Tageslicht
Minergie-P-ECO stellt hohe Anforderungen an die Verfügbarkeit von Tageslicht und die Effizienz der Beleuchtung. Die Anordnung der Arbeitsplätze in Fassadennähe und die gezielte Platzierung der drei Atrien, welche als Lichtschächte funktionieren, gewährleisten, dass alle Arbeitsplätze ausreichend mit Tageslicht versorgt werden. Die notwendige Ergänzung durch künstliche Beleuchtung erfolgt bei den Arbeitsplätzen durch intelligent gesteuerte LED-Stehleuchten nach dem neuesten Stand der Technik.
Label ECO und GI
Die Label ECO und GI Gutes Innenraumklima sind Garant dafür, dass die Nutzer des Gebäudes ein baulich komfortables und gesundes Umfeld vorfinden. So zeichnet sich das Gebäude durch die Verwendung ökologischer Materialien aus, welche die Belastung von Umwelt und Innenraumluft minimieren. Die verbaute Menge an Recyclingbeton in diesem Umfang dürfte für ein Hochbauprojekt einmalig sein.
Trotz der grossen Zahl neu geschaffener Arbeitsplätze kann dank des erweiterten Angebots an öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Erstellung neuer Parkplätze verzichtet werden. Auch hier setzt der Uetlihof neue Massstäbe in nachhaltiger Bautätigkeit.
Kopf der Europaallee
Der Neubau des Gebäudes Baufeld B, situiert am Le Corbusier Platz in Zürich, umfasst rund 17‘000 m2 Geschossfläche, und nimmt die privilegierte Position am Eingang der Europaallee ein.
Das Gebäude beinhaltet Gastronomie-, Verkaufs- und Verwaltungsnutzungen, wobei letztere den grössten Teil ausmachen. Das Bauvorhaben wird energetisch als auch ökologisch hervorragend ausgeführt und soll das neue SGNI–Label in Platin erreichen.
Minimaler Energiebedarf
Die kompakte Gebäudeform (Gebäudehüllzahl 0.7) und die wärmetechnisch optimierte Hülle sind Voraussetzungen für den tiefen Energiebedarf. Über eine hocheffiziente Wärmeerzeugung und optimierte Gebäudetechnik wird die benötigte Energie umweltschonend erzeugt und ein Teil mittels Photovoltaik am Standort erzeugt.
Raumkomfort im Sommer
Der moderate Glasanteil, die gute Aktivierbarkeit der Gebäudemasse und ein konsequentes, äusseres Beschattungssystem garantieren hohen Nutzerkomfort auch an warmen Tagen und trotz erhöhten internen Lasten.
Tageslicht
Der optimierte Glasanteil, geringe Sturzhöhen und die schmale Gebäudeform ermöglichen eine sehr gute Belichtung mit natürlichem Tageslicht bis weit in die Raumtiefe. Dies garantiert guten Arbeitskomfort bei reduziertem Energiebedarf für die künstliche Beleuchtung.
Label SGNI/DGNB
Das Label SGNI ist Garant dafür, dass ein gesunder und komfortabler Gebäudebetrieb bei minimiertem Energieverbrauch erreicht werden. Neben energetischen und ökologischen Kriterien werden mit dem auch die Bereiche Gesellschaft und Wirtschaftlichkeit optimiert.
SGNI/DGNB stellt hohe Anforderungen an die Gesamtenergieeffizienz. Deshalb wurden schon in der ersten Wettbewerbsphase die Bereiche Raumkomfort, Heiz- und Kühlbedarf, graue Energie, Tageslicht, etc. intensiv behandelt.
Über die effiziente Primärstruktur mit Rippendecken kann beispielsweise viel graue Energie eingespart werden. Die vergrösserte Betonoberfläche trägt gleichzeitig zu einer Vermeidung von sommerlicher Überhitzung der Innenräume bei.
Räumlichkeiten für einen zeitgerechten Unterricht
Die heutigen und aus den Zwanziger- und Vierzigerjahren stammenden Gebäude des Heizpädagogischen Zentrums (HPZ) dienen als Schul- und Verwaltungsgebäude. Mit dem Erweiterungsbau konnten die benötigten zusätzlichen Therapieräume, Gruppenräume für die Schule, eine Turnhalle und ein neues Therapiebad verwirklicht werden. Die Räumlichkeiten bieten damit wieder auf mehrere Jahre ein optimales Umfeld für die sonderpädagogische Schule mit vielfältigem Dienstleistungsangebot.
Fernwärme aus Hackschnitzelanlage
Der geringe Heizwärmebedarf des Neubaus sollte mit erneuerbarer Energie gedeckt werden. Um die Primärenergiebilanz des Gesamtareals zu verbessern, wurde auch die Ölheizung des Bestandes ersetzt. Eine Evaluation verschiedener Wärmequellen hat gezeigt, dass bei der Hackschnitzelfeuerung der naheliegenden Primarschule Leistungskapazitäten vorhanden sind. Das Gesamtareal der HPZ wird heute mittels Fernwärme aus der Hackschnitzelfeuerung versorgt. Die Hackschnitzelanlage erreicht dadurch eine bessere Auslastung und kann besser und wirtschaftlicher betrieben werden.
Solaranlage
Eine 40 m2 grosse Solaranlage mit Vakuumröhrenkollektoren versorgt das Therapiebad mit Warmwasser für Duschen und Beckenwasser. Zusätzlich kann die Solarwärme zur Beheizung der Räume über die Bodenheizung genutzt werden.
Lüftung
Alle Räumlichkeiten werden über effiziente Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung belüftet. Mit Hilfe von Volumenstromreglern und Überströmungen von den Klassenzimmern ins Foyer und von der Turnhalle in die Garderoben werden die Luftmengen auf ein Minimum reduziert.
Auszeichnung mit MINERGIE-P
Auf Grund des hohen Dämmstandards und der sehr effizienten Haustechnik konnte die Schule mit der Turnhalle MINERGIE-P zertifiziert werden. Da für Bäder der MINERGIE-P-Standard bisher nicht verfügbar ist, wurde das Therapiebad zusammen mit der Verwaltung nach MINERGIE zertifiziert.
Ausgangslage
Das Gebäude der Realschule Balzers von 1975 wies als Folge der damaligen Baustandards einen aus heutiger Sicht hohen Energieverbrauch auf. Die ohnehin erforderliche Sanierung wurde daher mit einer energetischen Verbesserung kombiniert.
Minimaler Heizwärmebedarf
Die kompakte Gebäudeform ist eine gute Voraussetzung für einen minimierten Heizwärmebedarf. Der moderate Fensteranteil ermöglicht hohe solare Gewinne im Winter und in den Übergangszeiten, gleichzeitig wird an warmen Tagen ein Überhitzen der Innenräume verhindert. Das Gebäude wurde bis auf die Primärstruktur rückgebaut und mit stark gedämmten Holzelementen ausgefacht. Die betonierten Flachdächer wurden überdämmt und neue Fenster mit Isolierverglasung eingesetzt. Über die optimierte Gebäudehülle wurde der Heizwärmebedarf des Gebäudes um mehr als die Hälfte reduziert.
Graue Energie
Aufgrund der Weiterverwendung der Tragstruktur konnte ein relevanter Teil der grauen Energie eingespart werden. Mit den Holzelementen für die Aussenwände wurde ein nachwachsender Rohstoff mit tiefer grauer Energie gewählt. Wo technisch möglich wurde Recyclingbeton eingesetzt. Die verwendeten Holzwerkstoffe stammen aus nachhaltiger Waldwirtschaft, vorwiegend aus der Region. Die im Innenraum verbauten Holzwerkstoffplatten sind formaldehydfrei verleimt und mit lösemittelfreien Anstrichen behandelt.
Positive Energiebilanz
Das Gebäude wird weiterhin über einen Fernwärmeanschluss versorgt. Dieser setzt sich aus Gas-Kraft-Wärme-Kopplung, Holzenergie und einer Grundwasser-Wärmepumpe zusammen. Die ursprünglich vorhandene Ölheizung wurde ausser Betrieb genommen. Durch die grosszügig dimensionierte Photovoltaikanlage (40 kWp) wird Solarstrom erzeugt, der für die Versorgung von ca. 8 Einfamilienhäusern reichen würde.
Die Stromproduktion mittels Photovoltaikanlage und Heizkraftwerk ergibt eine gesamthaft negative Energiekennzahl (Energieüberschuss) für die Bereiche Heizung, Warmwasser, Lüftung und Klimatisierung.
Ausgangslage
Das Gebäude der ehemaligen Oberschule wurde in einer Zeit gebaut, als fossile Energieträger noch kaum hinterfragt wurden. Es wies nur eine minimale Wärmedämmung auf. Die Bausubstanz blieb in den 50 Jahren praktisch unverändert. Somit war die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung nicht nur in energetischen Aspekten offensichtlich.
MINERGIE für Umbauten
Als energetisch vorteilhaft erwies sich die grundsätzliche Disposition des Gebäudes mit grossen Fensterflächen der Klassenzimmer auf der Südseite und kleinen Fensterflächen der Korridore auf der Nordseite. Bei der Sanierung sollte der architektonische Ausdruck des Gebäudes gewahrt werden. Dieses Ziel konnte durch eine wohlüberlegte Positionierung der Dämmebenen und die Ausbildung der Anschlussdetails umgesetzt werden. Mit der Dämmung und einem kondensierenden Gaskessel konnte der Heizenergiebedarf auf rund einen Drittel des ursprünglichen Verbrauchs gesenkt werden. Durch den Einsatz hocheffizienter Leuchtmittel konnte auch der Stromverbrauch reduziert werden.
Die Gesamtenergieeffizienz des sanierten Gebäudes (Gebäudehülle, Wärmeerzeugung und Beleuchtung) wurde mit der Auszeichnung MINERGIE für Umbauten bestätigt. Die ehemalige Oberschule ist das erste öffentliche Gebäude in Liechtenstein, das diese Auszeichnung für eine Sanierung erhalten hat.
Graue Energie
Die graue Energie für die Instandsetzung des Gebäudes (bezogen auf die Energiebezugsfläche) beträgt 54 MJ/m2a. Der Zielwert für Umbauten von 60 MJ/m2a gemäss dem SIA-Effizienzpfad Energie konnte damit unterschritten werden. Die Bewertung erfolgte mit einer Lebensdauer des Gebäudes von 60 Jahren gemäss dem SIA Merkblatt 2032. Der Wert der grauen Energie für die Instandsetzung liegt etwa bei der Hälfte des Aufwandes für einen Neubau, der den strengen Grenzwert des SIA-Effizienzpfads Energie einhält. Aus Sicht der Ökobilanzierung ist die Instandsetzung gegenüber einem Neubau somit günstiger, da graue Energie eingespart wird.
Zwischen Vergangenheit und Zukunft
Die Aufgabe des Liechtensteinischen Landesarchivs besteht im Erfassen und Bewerten von Unterlagen aus Behörden und Gerichten, im dauerhaften Verwahren von archivwürdigen Unterlagen und in deren Erschliessung und Nutzbarmachung für Bürger, Wissenschaft und Verwaltung. Das umfangreiche Raumprogramm umfasst Magazine mit 18‘000 Laufmetern Regalfläche und Arbeitsplätze für bis zu 20 Mitarbeitende. Ein grosszügiger, öffentlicher Bereich mit Sitzungs- und Seminarraum ermöglicht es, künftig vermehrt Aktivitäten im Bereich Bildung und Kulturvermittlung anzubieten.
Stabiles Klima bei minimalem Einsatz von Technik
Das Klimakonzept hatte zum Ziel, mit minimalem Einsatz von Technik optimale klimatische Bedingungen zu gewährleisten. Damit ist die Funktion des Archivs langfristig auch in Krisenzeiten gewährleistet und der Energieverbrauch wird minimiert. Bei der Planung der Magazine wurde daher ein innovativer Ansatz einer „natürlichen Klimatisierung mit intelligenter Belüftung“ verfolgt. Die massiven Betonwände dienen als Wärmespeicher und sind optimal isoliert, sodass eine grosse thermische Trägheit entsteht, die für das Archivgut günstig ist. Bei saisonalen Temperaturschwankungen zwischen 16-20°C kann auf eine aktive Kühlung und Heizung in den Magazinen praktisch verzichtet werden.
Zur Stabilisierung der Luftfeuchtigkeit wurden in einer Versuchsreihe verschiedene Materialien auf ihre Fähigkeit der Feuchtespeicherung und -abgabe getestet. Die Wahl fiel schliesslich auf ‚Prosorb‘. Das Granulat wurde in Kartonbehältern in den Regalen eingebaut. Die Lüftung wird bedarfsabhängig und nach Aussenbedingungen gesteuert: Bei klimatisch vorteilhaften Aussenbedingungen wird dem Archiv Aussenluft zugeführt, ansonsten erfolgt nur eine Umwälzung mit minimaler Aussenluftzufuhr. Gegenüber herkömmlichen Archiven konnten der Einsatz von Technik und der Energieaufwand drastisch reduziert werden. Die Messergebnisse im Betrieb bestätigen die durch Simulationen und Testreihen prognostizierten Werte.
Erstes Archivgebäude mit der Auszeichnung MINERGIE-P
Der geringe Energiebedarf für Heizen wird umweltfreundlich mit einer Wärmepumpe aus dem Grundwasser entnommen. Die Kühlung erfolgt durch freie Kühlung aus dem Grundwasser. Das Gebäude ist das erste Archiv, welches mit dem Label MINERGIE-P ausgezeichnet wurde.
Ausgangslage
Das Schweizerische Landesmuseum betreibt insgesamt sechs Museen und lagert und konserviert die Kulturgüter an mehreren Standorten. Für einen effizienteren Betrieb entstand in Affoltern ein Sammlungszentrum für die Lagerung und Konservierung der Kulturgüter. Das bestehende Zeughaus wurde umgenutzt.
Auftrag
Die Lenum AG wurde damit beauftragt, dieses Bauvorhaben aus der Sicht des nachhaltigen Bauens zu begleiten. Die Begleitung erstreckt sich über die gesamten Projektphasen.
Folgende wesentlichen Massnahmen sind vorgesehen:
- Schaffung naturnaher Lebensräume durch extensive Dachbegrünung und Begrünung bisher versiegelter Hofflächen
- Nutzung der bestehenden Bausubstanz so weit als möglich, einfache Grundrisse für zukünftige Umnutzungen
- Rückbau und Wiederverwertung der Baumaterialien in den erneuerten Bereichen
- Energiekonzept, Einsatz erneuerbarer Energien
- Wahl der Baumaterialien für eine hohe Qualität der Innenraumluft
Passiv und erneuerbar
Der passive Ansatz beim Energiekonzept für das Lager garantiert ganzjährig die hohen Anforderungen an das Innenraumklima, und dies praktisch ohne den Einsatz mechanischer Kühlung. Durch die sehr geringen Heizlasten und den Verzicht auf mechanische Kühlung konnte der Luftwechsel stark reduziert werden.
Da die gelagerten Objekte über Jahrhunderte erhalten werden sollen, war auch die Sicherstellung einer hohen Krisenresistenz (z.B. im Falle eines Ausfalls der Gebäudetechnik) relevant. Der entsprechende Nachweis wurde mittels thermischer Simulation erbracht.
Zusätzlich wurden erneuerbare Energieträger berücksichtigt, soweit dies technisch machbar und finanziell tragbar war. Die Wahl fiel auf ein System mit Wärmepumpe und Erdsonden zur Heizung im Winter und zur freien Kühlung im Sommer.
News
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Stv. Teamleiter Bauphysik Mitglied der Geschäftsführung BSc FH Holzbauingenieur, DAS FH Bauphysik Lichtplaner SLG Tel. direkt +41 44 355 50 05 s.buerkli@energiekonzepte.ch |
Stefan Bürkli hat eine Lehre als Hochbauzeichner mit berufsbegleitender Matura abgeschlossen. Nach Tätigkeiten als Hilfszimmermann absolvierte er den Bachelorstudiengang zum Holzbauingenieur an der Berner Fachhochschule in Biel, um sein Fachwissen im Bereich Holzbau zu vertiefen. Im Frühjahr 2016 konnte Stefan seine Weiterbildung Diploma of Advanced Studies (DAS) Bauphysik an der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), Muttenz, erfolgreich abschliessen. Zuletzt bildete er sich zum Lichtdesigner SLG weiter.
Seine vorwiegenden Tätigkeitsfelder sind die Bauphysik und die Lichtplanung. Als Projektleiter betreut er Sanierungs- und Neubauten von der Zustandsanalyse bis zur Inbetriebnahme.
Seit 2012 ist er Mitarbeiter bei EK Energiekonzepte AG, seit 2021 stv. Teamleiter des Fachbereichs Bauphysik und Mitglied der Geschäftsleitung. Seit 2023 übernimmt er gemeinsam mit Anna Scholz und Markus Widmer die Geschäftsführung.
Spenden
Mit Unterstützung dieses Netzwerkes, das unter dem Motto „together we are stronger“ steht, werden soziale Projekte ins Leben gerufen, organisiert und nachhaltig betreut.
Projekte
Zur Förderung benachteiligter Menschen setzt die Stiftung weltweit sowohl eigene wie partnerschaftliche Projekte um.













